Vereinschronik

Der Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V. ist der Dachverein der „Bürgerinitiative Fichtenwalde – Natürlich gegen Lärm“, „BI Borkheide/Borkwalde – Im Gegenwind“, „BI – Kloster Lehnin“ und „BI – Bliesendorf“ Werder (Havel) sowie seit 2017 der Interessengemeinschaft Wittbrietzen/Lühsdorf.

Unsere Mitglieder sind u.a. Landtagsabgeordnete, Ortsvorsteher/-innen, Mitglieder von Stadtverordnetenversammlungen und viele, viele engagierte Bürger/-innen.

Der Verein ist

  • anerkannte Umweltvereinigung nach § 3 Umwelt-Rechtbehelfsgesetz (lt. Bescheid vom 28.07.2015);
  • als Interessengemeinschaft seit 2015 beim Landtag des Landes Brandenburg registriert;
  • gemeinnützig lt. Bescheid des Finanzamtes Brandenburg/Havel vom 04.01.2012/26.07.2016;
  • unter der Steuernummer 048/141/10473 beim Finanzamt Brandenburg/Havel registriert und
  • in das Vereinsregister Potsdam eingetragen unter: VR 7942 P.

Unsere satzungsmäßigen Ziele sind schwerpunktmäßig:

  • Die Förderung des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, insbesondere für den Erhalt und die Wiederherstellung einer naturnahen Kulturlandschaft.
  • Die Unterstützung der betroffenen Anwohner durch Einflussnahme für verstärkten Lärmschutz auf allen politischen Ebenen.
  • Die Förderung und Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen mit den Schwerpunkten der Verhinderung von Gesundheitsschäden insbesondere durch
  • Infraschall (z.B. durch Windräder),
  • Flugzeuglärm (z.B. durch die An- und Abflüge zum/vom Flugplatz Berlin-Brandenburg in Berlin-Schönefeld – BER),
  • Autobahnlärm (verursacht durch die A 10 / A 9 / A 2) und
  • Eisenbahnlärm (Eisenbahnlinie nach Dessau).
  • Die Zusammenarbeit mit Institutionen zur Erforschung der o.g. Themen.
  • Die Beratung zur Gründung und Umsetzung von Initiativen, die sich mit örtlichen und überörtlichen Fragen des Umwelt-, Natur-, Landschafts- und Lärmschutzes befassen.
  • Die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Informationsveranstaltungen für betroffene Anwohner unter Hinzuziehung von unabhängigen Fachleuten und verantwortlichen Politikern.

Kurz nach der Vereinsgründung (Dezember 2011) haben wir die damaligen Bürgerinitiativen des Landes Brandenburg im Januar 2012 eingeladen, um die VI Rettet Brandenburg wieder zu aktivieren. Nähers dazu hier.

Wir sind (seit der Gründung im Mai 2013) aktives Mitglied der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT.

Seit dem 23.03.2015 veröffentlichen wir (i.d.R. freitags) mindestens wöchentlich einen überregionalen Newsletter. Wenn Sie ihn beziehen möchten – bitte eine kurze E-mail an kontakt@waldkleeblatt.de.

Den derzeitigen Schwerpunkt unserer Arbeit bildet der Kampf gegen die Errichtung von Windrädern in unseren Wäldern.

Der am 16.12.2014 beschlossene Regionalplan Havelland-Fläming 2020 weist in der Nähe unserer Heimatorte mit einem Abstand von 5 km das Windeignungsgebiet (WEG) 23 zwischen Kloster Lehnin und Golzow, WEG 24 zwischen dem Werderaner OT Bliesendorf, Kloster Lehnin und dem Beelitzer Ortsteil Busendorf, WEG 25 zwischen dem Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde, den Gemeinden Borkwalde und Borkheide sowie dem Beelitzer Ortsteil Reesdorf; WEG 26 zwischen dem Beelitzer Gemeindeteil Schönefeld, den Beelitzer Ortsteilen Elsholz, Wittbrietzen und Rieben und das WEG 26a zwischen dem Beelitzer Ortsteil Wittbrietzen, Kemnitz und Lühsdorf aus. Das bedeutet, in einem Gebiet mit ca. 50.000 Einwohnern sollen mit einem Abstand von jeweils 5 km zueinander auf insgesamt 3.691 Hektar vier Windparks im Wald oder Landschafts-/Naturschutzgebieten errichtet werden.

Zwischen Fichtenwalde, Borkwalde, Borkheide und Reesdorf wurde bereits 2015/2016 der Bau von 20 Windkraftanlagen (WKA) genehmigt. Dagegen gehen derzeit die Stadt Beelitz, die RECURA-Gruppe und unser e.V. politisch und juristisch vor. Siehe dazu u.a. hier. Auch im Beelitzer Süden wurde die Errichtung von zwei WKA genehmigt. Auch dagegen wehren wir uns gemeinsam mit den betroffenen Bürgern.

Wir wirken aber u.a. auch aktiv bei der Bestandsaufnahme von Fledermäusen und dem Schutz des Wolfes in unseren Heimatorten mit.

Das nachstehende sind i.d.R. Zitate aus Rechenschaftsberichten zu Mitgliederversammlungen bzw. aus Artikeln auf der Homepage.

2011 (Fichtenwalde)

Am 22.03.2011 trafen sich sieben Bürger/-innen des Ortsteiles Fichtenwaldes, um sich aus damaliger Sicht zur Problematik des zunehmenden Autobahnlärms zu verständigen. Schnell erweiterte sich die Palette jedoch um geplante Waldrodungen für einen industriellen Windpark südlich von Fichtenwalde und die Diskussion über beabsichtigte Flugrouten über unserem Stadt- und Gemeindegebiet. Damals ahnten wir noch nicht, welche Vielfalt von Fragen und Problemen auf uns zukommt.

Mehrere Artikel im Februar und März 2011 in der Presse, in denen über die geplante Errichtung eines Windparks zwischen den vier Waldgemeinden Borkheide, Borkwalde, Fichtenwalde und Beelitz-Heilstätten berichtet wurde und eine daraufhin durchgeführte Bürgerversammlung in unserem Ortsteil mit Herrn Bürgermeister Knuth am 30.03.2011 brachten den „Stein“ endgültig ins Rollen.

Unser Hauptthema in 2011 waren die notwendigen großflächigen Waldrodungen für den geplanten Windpark. Und das in einem Gebiet, das mit seiner geschlossenen Waldfläche und vier darin liegenden Gemeinden einmalig im Land Brandenburg ist. Die Ortsgründer und deren Nachzügler haben seit mehr als 100 Jahren in den genannten Orten Ruhe gesucht. Sie wollten hier nicht nur wohnen, sondern auch arbeiten. Mittlerweilen gehören die RECURA-Kliniken am traditionsreichen Gesundheitsstandort Beelitz-Heilstätten mit ca. 600 Beschäftigten zu den 60 größten Arbeitgebern unseres Bundeslandes.

Der geplante Windpark war sozusagen der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Bereits von stetig zunehmendem Autobahn- und Eisenbahnlärm betroffen, bald auch von einer starken Zunahme des Fluglärms durch die Eröffnung des „Willy-Brandt-Flughafen“ in Schönefeld (BER) bedroht, war man sich einig, dass dies so nicht hingenommen werden kann.

Natürlich fahren wir Auto und nutzen die Regionalzuglinien (zu wenig). Auch gehören wir teilweise zu den „Ferienfliegern“ und sind nicht gegen alternative Energien.

Aber: Alle Vor- und Nachteile sollten in einer breiten Solidargemeinschaft verteilt werden und nicht allein die Nachteile zu Lasten weniger.  

Was konnten wir in der kurzen Zeit erreichen? Einige Beispiele hierfür:

  • Wir haben viele Mitbürger zum Nachdenken angeregt; allein ca. 800 Unterstützerunterschriften für unsere Ziele konnten wir dem Bürgermeister am 27.06.2011 überreichen.
  • Wir konnten bei einem großen Familienfest im Sommer mit vielen AnwohnerInnen ins Gespräch kommen.
  • Wir haben in einer Informationsveranstaltung auf die Probleme der über unser Stadtgebiet führenden Flugrouten und sich hieraus ergebenden Gesundheitsschäden aufmerksam gemacht.
  • Wir haben viele engagierte Mitstreiter und Unterstützer gefunden.

Ja, wir haben auch polarisiert: Mit „Lärm gegen Lärm“ konnten wir auf zwei Demonstrationen jeweils mehr als 100 Bürger/-innen mobilisieren und vor dem Beelitzer Rathaus – nicht nur auf unsere – Probleme aufmerksam machen. Und wir sind damit auch auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen, aber das müssen Demokraten tolerieren. Allerdings: Kritische Toleranz fordern wir auch von Andersdenkenden …

Was nehmen wir uns für 2012 vor? Auch hier nur das Wichtigste:

  • Unterstützung der Volksinitiative für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr.
  • Forderung von Mindestab- und -anflughöhen von 3.000 m über unserem Stadtgebiet.
  • Mindestabstand von Windrädern zu jeglichen Wohnbauten bzw. Klinikeinrichtungen von mindestens 3.000 m.
  • Durchsetzung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h in der Zeit von 22 bis 6 Uhr an der A2 und A9 auf dem Beelitzer Stadtgebiet.
  • Verbot von „Monster-LKW“.
  • Einreichung einer Petition an den Landtag zum Schutz der Brandenburger Wälder mit Partnern, wie dem BUND und Vertretern aus der Politik..
  • Aktive Entwicklung des geplanten gemeinnützigen Vereins um die Arbeit der Bürgerinitiative effektiv zu unterstützen.

2012 (Fichtenwalde)

Im Februar konnten wir bereits gemeinsam mit anderen BI´s dem Präsidenten des Landtages, Herrn Fritsch, persönlich unsere Petition zum Schutz der Märkischen Wälder übergeben.

Weitere z.T. ausführliche Gesprächstermine bei Frau Tack (u.a. als Landesministerin zuständig für Gesundheit und Umweltschutz), mit Herrn Christoffers (u.a. als Landesminister zuständig für Wirtschaft) und unserem Landrat, Herrn Blasig, folgten. Im Mittelpunkt all dieser Gespräche stand unsere Forderung, die einmalige Waldstruktur unserer Heimatgemeinde und der angrenzenden Gemeinden zu erhalten. Und in diesem Zusammenhang auch auf die  ungeklärten Fragen des Brandschutzes von WKA im Wald aufmerksam zu machen.

Wurden wir noch im vorigen Jahr von einigen als Spinner und Schwarzmaler dargestellt, hat es sich nun unter den o.g. Politikern und selbst unter den Beelitzer Stadtverordneten herumgesprochen, dass unser Wald schützenswert und dass die Brandgefahr von WKA im Wald durchaus ein reales Problem ist. Für´s Erste doch schon nicht schlecht.

Dann kam ein „heißer“ Sommer. Und ein brandenburgweit einzigartiges Ergebnis. 750 Bürger und Bürgerinnen haben ihre Einwendungen gegen die im Entwurf des Regionalplans ausgewiesenen Windsuchgebiete auf dem Beelitzer Stadtgebiet persönliche vorgebracht. Und noch einmal 750 BürgerInnen haben Einwendungen gegen den sachlichen Teilflächennutzungsplan der Stadt Beelitz persönlich eingereicht. Hier geht es um das von der Stadt geplante Windsuchgebiet südlich von Fichtenwalde = mitten im Wald!!

Ebenfalls in von der Presse beachteten Aktionen konnten wir diese Einwendungen an Herrn Knauer (Leiter der regionalen Planungsstelle) und Herrn Bürgermeister Knuth übergeben.

Beide Pläne werden uns auch im nächsten Jahr beschäftigen.

Etwas im Schatten standen unsere Aktivitäten zum Nachtflugverbot für den BER … ABER: Im Unterschied zu Berlin haben es die Brandenburger Initiativen geschafft, dass sich der Landtag damit erneut beschäftigen muss.

 2013 (Fichtenwalde)

Die „große“ Politik hat erkannt, dass der Verschwendung unserer aller Gelder in überholten Fördermodellen von Windkraftanlagen ein Ende gesetzt werden muss. Auch unser neuer Ministerpräsident steuert um! Dies können wir durchaus als unseren Erfolg werten. Als einen Erfolg in einer großen Gemeinschaft von mehr als 55 Brandenburger und einer stetig wachsenden Anzahl von Bürgerinitiativen im gesamten Bundesgebiet. Diese haben sich im Mai 2013 zur VERNUNFTKRAFT (www.vernunftkraft.de) zusammengeschlossen.

Nun liegt es an der „kleinen“ Politik, dem zu folgen. Wir spüren einen Umdenkungsprozess … Wie hieß es doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

… unsere Ziele sind klar:

  • Abschluss eines Moratoriums zur Errichtung von Windkraftanlagen (WKA), bis essentielle Fragen der Förderung, Speicherung und Energieübertragung geklärt sind;
  • sofortige Abschaffung der Privilegierung von WKA im Baugesetzbuch;
  • keine WKA in Wälder;
  • Mindestabstand bei der Planung von WKA zu bewohnten Gebieten von 3.000 m.

Diese Ziele haben wir auch 2013 in zahlreichen Initiativen mit Ihrer Unterstützung eigefordert. Genannt seien nur beispielhaft das Treffen mit Minister Christoffers am 17.01.2013, die Einspruchsaktion gegen den Bauantrag von 15 WKA der Firma juwi im Sommer sowie die Veranstaltung am 22.08.2013 zum Brandschutz bei der Errichtung von WKA im Tiedemannsaal.

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Im August 2013 kamen über 100 besorgte Borkheider und Borkwalder Bürger im Naturbad Borkheide zusammen, um sich gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen im Wald zu positionieren. In einer zuvor ausgelegten Unterschriftenliste hatten sich weitere ca. 100 Bürger dagegen entschieden.

Am 20.09.2013 wurde die Bürgerinitiative (BI) Borkheide-Borkwalde „Im Gegenwind“ von über 40 Bürgern gegründet. Weitere 20 hatten ihre Mitarbeit in der BI zugesagt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten auch mehrere Gemeindevertreter sowie die Bürgermeister aus beiden Waldgemeinden. Auch der für die Region zuständige Landtagsabgeordnete der CDU, Ludwig Burkhardt, war anwesend.

2014

(Aus Rechenschaftsbericht) Auf der Habenseite steht insbesondere der Zusammenschluss der Bürgerinitiativen (BI) aus Kloster Lehnin, Borkheide und Borkwalde, Bliesendorf (Stadt Werder) und Fichtenwalde unter einem Dach, dem „Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.“. Die vier BI´s konnten somit ihre Kräfte bündeln und damit auch politisch mehr Gewicht erlangen. Der Waldkleeblatt – natürlich Zauche e.V. konnte seine Mitgliederzahl fast verdreifachen. Eine neue Homepage (www.waldkleeblatt.de) steht allen Interessierten nicht nur für Informationen, sondern auch für Diskussionen offen.

Weitere Erfolge für uns waren:

  • Mitglieder unserer BI´s sind seit Mai 2015 Ortsvorsteher/-innen in Ortsteilen von Werder und Beelitz bzw. als Abgeordnete im Stadtparlament von         Beelitz vertreten;
  • die Durchführung von zwei großen Diskussionsforen mit je über 200 Teilnehmer/- innen in Vorbereitung der Landtagswahlen in Bliesendorf und Borkheide;
  • die Teilnahme an Demonstrationen gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanalgen in Brandenburg (insbesondere in Wäldern) vor dem Landtag, dem             SPD Landesparteitag in Frankfurt/Oder und vor der Gemeindeverwaltung            Schwielowsee;
  • erste Treffen mit Landtagsabgeordneten der CDU und AfD nach der Neuwahl des Landtages, weitere Treffen mit den anderen Landtagsparteien sind in 2015 geplant;
  • öffentliche Erklärung des BM von Beelitz, den Regionalplan (gemeinsam mit Zossen und Werder?) zu beklagen!
  • vielfältige Aktivitäten in den einzelnen Orten, wie die schon zur guten Tradition gewordenen Bliesendorfer Wanderungen mit jeweils weit über 150 Teilnehmern und reger Beteiligung auch von Landespolitikern, die Energiegipfel in Bliesendorf, die regelmäßigen thematischen Treffen der Borkheider/Borkwalder-BI im Fliegerheim, die aktive Teilnahme an „Viva la Fiwa“ und dem Fichtenwalder Zapfenmarkt und, und …

Nicht zuletzt hat auch die überregionale Presse (MAZ, PNN u.a.) unseren Aktivitäten starke Beachtung geschenkt.

Auf der Negativseite stehen:

  • die Annahme des Regionalplanes Havelland-Fläming. Damit sind trotz über 94.000 Einzeleinwendungen und Bedenken von Betroffenen zunächst die planungs-      rechtlichen Voraussetzungen für das Ausweisen von „Windeignungsgebieten“ und           damit die Errichtung von Windkraftanlagen auch in unseren Wäldern oder             Naturschutzgebieten geschaffen. Von den ca. 50 stimmberechtigten Regionalräten       haben lediglich fünf (darunter Beelitz, Werder und Zossen) gegen diesen Plan          gestimmt;
  • die offensichtlich vor der Genehmigung stehenden „Bau“-Anträge zur Errichtung von Windkraftanlagen im WEG 24 (u.a. Bliesendorf), WEG 25        (Fichtenwalde – Reesdorf)     und WEG 26 (u.a. Wittbrietzen – Kemnitz). Dies stellt eine           Gefährdung unserer   Heimat und Lebensqualität dar.

Schwerpunkte 2015:

 Anerkennung als Interessenvertretung durch den Landtag im Jan. 2015

  • Dienstaufsichtsbeschwerde Regionalplanung / GL
  • Unterschriftensammlung VI
  • Wandertage Bliesendorf am 30.05. und Fichtenwalde am 13.09.

(Aus Artikel für BN) Wer hätte das (Nachstehende) vor einem Jahr für möglich gehalten? Ich nicht!

  • Ende Oktober 2014 unterzeichnen auf unsere Initiative die Bürgermeister/-innen von Borkheide und Borkwalde gemeinsam (!) mit den Ortsvorsteher/-innen von Werder/Bliesendorf, Werder/Glindow, Beelitz/Fichtenwalde, Beelitz/Wittbrietzen, Beelitz/Rieben, Beelitz/Elsholz und fünf Bürgerinitiativen eine Petition an den Landtag zum Schutz unserer unmittelbaren Heimat.

Gefordert wird u.a. der Ausspruch eines Moratoriums, keine neuen WKA mehr zu errichten, bis Grundsatzfragen der Gefährdung von Mensch und Natur, der wirtschaftlichen Energiespeicherung und -weiterleitung geklärt sind.

  • Am 18.11.2014 empfiehlt der zeitweilige Ausschuss „Erneuerbare Energien“ einstimmig der Stadtverordnetenversammlung Schritte einzuleiten, um Windkraftanlagen auf dem Stadtgebiet von Beelitz zu verhindern.
  • Dem folgte am 27.11.2014 der Bauausschuss auch einstimmig. Wir gehen davon aus, dass auch die Stadtverordnetenversammlung am12.2014 (nach Redaktionsschluss!) diesen Empfehlungen folgt!
  • Ein Treffen der Bürgermeister von Borkheide, Borkwalde, des Amtsdirektors von Brück mit dem Beelitzer Bürgermeister (unter Teilnahme des Unterzeichners) am 12.2014 hat nochmals das gemeinsame Auftreten der betroffenen Gemeinden gegen die geplanten Windparks in unserer Umgebung bestätigt.

Das zeigt, Beharrlichkeit, das „Ohr am Bürgerwillen“ und das Aufeinanderzugehen politischer Kontrahenten führen langfristig zum Erfolg. In den letzten Wochen hat hier unser Bürgermeister, Herr Knuth, wesentlich zu einer gemeinsamen Strategie der politischen Kräfte in Beelitz gegen Windkraftanlagen beigetragen.

ABER: Ohne die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger aus Beelitz, aus Borkheide, Borkwalde, Kloster Lehnin und Werder/Bliesendorf im Vorfeld wäre dies nicht möglich gewesen. DANKE!

Auch unsere politischen Aktivitäten im Rahmen gemeinsamer Aktionen von Bürgerinitiativen des Landes Brandenburg haben dazu beigetragen. So beteiligten sich an Protestkundgebungen vor dem Landtag in Potsdam am 06.11 und 19.11. auch Beelitzer/-innen. Hier wurde u.a. die o.g. Petition übergeben.

2015

 Bestimmendes Ereignis 2015 = Volksinitiative gegen die Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) in Wäldern und für die Einführung der 10-H-Regelung in Brandenburg …

Unser e.V. konnte insgesamt ca. 5.820 Unterschriften in Kloster Lehnin, Borkheide/ Borkwalde, Werder/Bliesendorf und Beelitz/Fichtenwalde sammeln. Nicht mitgezählt ist die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die Listen ggf. selbst versendet haben.

Insgesamt konnten im Land Brandenburg ca. 33.000 Unterschriften gesammelt werden. Damit wurde das Mindestziel von 20.000 weit überschritten. Leider vom Landtag abgelehnt … Volksbegehren 2016 …Hier ein großer Dank an Kathi Nicolaus für ihre grafischer Unterstützung unserer Aktionen

  • Aktionswandertag am 30.05.2015 in Bliesendorf …

Nach einem kurzen Vorprogramm mit Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Manuela Saß und der Landtagsabgeordneten Saskia Ludwig machten sich die Radler und Wanderer auf den Weg. Die fachkundige Führung übernahmen wieder Eva Bogda, Karsten Bathe und Gabriele Bathe. Auf dem Weg zur kleinen Waldsiedlung Resau wurden die eiszeitlichen Strukturen und der Waldumbau in Mischwald erklärt. In Resau wurden beide Gruppen von den Bliesendorfer Landfrauen mit selbstgebackenen Kuchen und Unterhaltung durch Karsten Perenz im Garten des Forsthauses Resau von Frau Vetter herzlich empfangen. Nach einer idyllischen Pause fuhren die Radler dann zum Kolpin- und Schampsee und die Wanderer gingen geruhsam nach Bliesendorf zurück. Gemeinsam gab es einen schönen Ausklang mit vielen informativen Gesprächen vor dem Gasthaus Bliesendorf …In diesem Zusammenhang Danke an den „Chefmusiker“ des e.V. = Christoph Wein …

 18.06.2015 „Werders schöner Ausblick“ im Schützenhaus von Werder

Informationsveranstaltung mit Dr. Ziegler, Frau Dr. Pankrath und

Die Kurzfilme „Der Werderaner Wald in vier Jahreszeiten“ und „Wie der Soonwaldsteig des Weltklima rettet“ mit anschließender „heißer“ Diskussion

  • Sonntag, den 23.08.2015, = über 100 Bürgerinnen und Bürger aus Borkheide, Fichtenwalde, Borkwalde, Bliesendorf, Kloster Lehnin u.a. zu einem Aktionswandertag im Waldgebiet zwischen Fichtenwalde und Borkwalde … Frau Zeidler (Borkheide), Herrn Tempel (Waldbesitzer aus Berlin) und Herr Förster Schmidt (Stadt Beelitz) führten die Wanderer zum Treffpunkt „Dreiländereck“. Unterwegs wurde manche Neuigkeit und viel Wissenswertes über unsere Wälder und deren Schutz und Umbau erklärt. Abschließend trafen sich die Teilnehmer zu einem Meeting auf dem u.a. die Bürgermeisterin von Borkwalde, Renate Krüger (DIE LINKE), und der Alt-Bürgermeister von Beelitz, Herr Thomas Wardin, Mitglied des Kreistages von Potsdam-Mittelmark und SPD-Ortsvorsitzender in Beelitz. Nach seiner Überzeugung wird der Windradstrom hier in der Region nicht gebraucht, sondern muss exportiert werden. Es fehlen insbesondere Speichermöglichkeiten.

Anwesend waren u.a. Vertreter/-innen vom NABU und dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Danke an den Beelitzer Förster Schmidt und Herrn Tempel …

  • Kurz darauf fanden sich am Mittwoch, den 08.2915 über 30 Bürgerinnen und Bürger zu einer Demo vor dem Tiedemannsaal in Beelitz ein. Hintergrund dieser Aktion war der am gleichen Tag ab 10 Uhr stattfindende Erörterungstermin zur Errichtung von sieben Windrädern. Im Mittelpunkt standen dabei die Gefahren, die von WKA zu Waldbränden, zur Gefährdung des Natur- und Artenschutzes, den drohenden Gesundheitsgefährdungen, dem drastischen Verlust an Lebensqualität durch Beschädigung unserer intakten Ökosysteme und dem drohenden Werteverlust unserer Immobilien ausgehen.
  • 09.- 30.11.2015 Fotoausstellung „Ökologischer Sinn und Unsinn“ über das Werderaner Waldgebiet in der Galerie im Glas im Schützenhaus Werder (Havel)
  • Am 26.11.2015 hatten die Windenergiefirmen UKA und Prokon die Möglichkeit im Rahmen einer öffentlichen Bürgerveranstaltung im Gemeindezentrum Bliesendorf über ihre Projekte im Windeignungsgebiete 24 “Bliesendorfer Heide” zu informieren. Die Veranstaltung war mit fast 100 Bürgern so gut besucht, dass fast die Räumlichkeiten des Gemeindezentrums nicht ausreichten. Die Schwerpunkte wurden dabei auf die konkrete Beantragung von Windkraftanlagen der Firmen, Stand des Verfahrens, auf die Standortplanung und auf die Auswirkungen durch die WKA gelegt. Das Interesse an Bürgerbeteiligungen und Beteiligungsmodellen war bei den anwesenden Bürgern nicht sonderlich groß und wurde im Anschluss von einigen wenigen verbleibenden Bürgern durch konstruktive Fragen regelrecht zerpflückt.
  • Monatlich / regelmäßige Treffen der BI´s: Tradition hat der Bliesendorfer Energiegipfel aber auch die Treffen in Borkheide/Borkwalde und Fichtenwalde …und diverse andere Veranstaltungen oder Beteiligungen von BI´s an …

z.B.: Vereinsfest Bliesendorf am 11. Juli 2015, Viva la Fiwa, Fichtenwalder Zapfenmarkt, Demo zum Landesparteitag der SPD etc. …

Ausblick auf 2016

01.2016 Neujahrstreffen der BI´s des Waldkleeblatt Vereins in Bliesendorf

  • Informationsveranstaltungen 19.01.16 Heimatverein Werder – Der Werderaner Wald ist in Gefahr – Historie und Zukunft von Mensch und Tier und Infonachmittag mit den Kurzfilmen bei der Volkssolidarität Glindow
  • Volksbegehren / Aktionen unserer BI´s + 09.04.2016 / 10 Uhr Motivationstreffen des Volksbegehrens am Bassinplatz in Potsdam + Abschlussveranstaltung am 06.07.2016 in Potsdam
  • Familien-Aktionswandertag und Waldfest am 29.05.2016 in Bliesendorf mit diversen Attraktionen, wie den Eselnomaden, Märchenzelt an der Zaubereiche, Stände und Informationen mit Programm rund um den Wald beim Waldfest am Gemeindezentrum, musikalische Begleitung durch Christopf Wein, Versorgung Bliesendorfer Landfrauen und Sportverein Bliesendorf
  • Grenzen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft in subtropischen Regionen: Das israelische Experiment“ am Mittwoch, 03.2016, 19 Uhr, im Hans-Grade-Haus (Am Markt 1) in Fichtenwalde

 2016

Das erste Halbjahr war geprägt von unserem Volksbegehren gegen Windräder im Wald und für größere Mindestabstände zur Wohnbebauung. Bei einer Jahresauftaktveranstaltung in Bliesendorf stärkten die vier Bürgerinitiativen unseres Vereins ihre Kräfte. Auf zahlreichen Informationsständen von der Stadt Brandenburg a.d. Havel über Kloster Lehnin, Bad Belzig, Werder, Beelitz bis hin zur Landeshauptstadt Potsdam waren viele fleißige Helferinnen und Helfer unserer Bürgerinitiativen unterwegs. 45.270 Brandenburgerinnen und Brandenburger unterstützten unser Anliegen durch ihre Eintragung. Leider konnten wir aber die geforderte Mindestzahl von 80.000 Stimmen nicht erreichen. Das entmutigt uns nicht – es war dennoch ein Erfolg.

Wir haben die Finanzierung und werbetechnische Begleitung des VB koordiniert.

Im April 2016 genehmigte das Landesamt für Umwelt die Errichtung von 12 Windkraftanlagen / im Dezember 2016 von 6 WKA im Gebiet zwischen Fichtenwalde, Borkheide, Reesdorf und Beelitz-Heilstätten. Dagegen geht derzeit ein breites Bündnis aus der Stadt Beelitz, der Gemeinden Borkheide/Borkwalde, der RECURA-Unternehmensgruppe und unserem Verein juristisch vor.

Am Sonntag, den 29. Mai 2016 fand der 5. Aktionstag „Rettet unseren Wald“ mit ca. 220 Teilnehmern in Bliesendorf statt. Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsteherin Eveline Kroll und den Reden von Altbürgermeister Werner Große, MdL Dr. Saskia Ludwig und dem Ortsvorsteher von Glindow Sigmar Wilhelm begann ein feierliches Programm rund um den Wald. Der Direktor der Landesbetrieb Forst Hubertus Kraut hielt eine Laudatio über den Wald und begleitete die Wanderung mit fachkundigen Erläuterungen über die Flora und Fauna. Der Eselnomade Jan begleitete die Kinder zu einem Märchenzelt unter der Zaubereiche, wo Conrad und Jasmin Mohr Märchen erzählten. Hier konnte besonders gefeiert werden, dass mit großer Unterstützung der Stadt Werder (Havel) die beantragten Windkraftanlagen seit 2013 im Werderaner Wald bei Bliesendorf/Glindow noch nicht stehen – mittlerweile gibt es in diesem Gebiet keine aktuellen Anträge zur Errichtung von WKA.

Schon traditionell vor Wahlen waren in diesem Jahr alle Kandidaten zur Wahl des Landrates von Potsdam-Mittelmark am 01.09.2016 zu einer Podiumsdiskussion im großen Saal des Fliegerheims in Borkwalde bei uns zu Gast. Vor ca. 110 Bürger/ -innen traf der wiedergewählte Landrat Blasig mit dem Satz „Windräder im Wald – das ist gaga!“ ins Schwarze.

Erklärtes Ziel ist nach wie vor:

Keine Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Beelitz, von Kloster Lehnin, Werder und Borkheide/Borkwalde!

Die Aktion „Trauerschleifen gegen Windräder“ in der Reesdorfer Heide richtete sich im Herbst (06.10.2016) auch dagegen. Ca. 20 Aktivisten unseres e.V. haben gegen die vom Landesamt für Umwelt genehmigte Errichtung von 12 Windkraftanlagen protestiert. Anwesend war auch der Beirat der RECURA-Unternehmensgruppe, Herr Pertschy und der Sprecher der Stadt Beelitz, Herr Lähns. Alle drei (die Stadt Beelitz, die RECURA und unser e.V.) wehren sich derzeit juristisch gegen den tatsächlich Bau der Windkraftanlagen.

Mittlerweile sind wir als anerkannte Umweltorganisation auch Brandenburg weit tätig. So beteiligten wir uns mit Einwendungen an Anhörungsverfahren gegen geplante Windräder u.a. im Milower Land (Havelland), in Pinnow in der Uckermark und in Baruth.

Traditionell beteiligten sich die BI´s Bliesendorf und Fichtenwalde an den jährlichen Höhepunkten „Blütenfest“ und „Spargelfeste“ und die BI Fichtenwalde im Sommer und zum Jahresabschluss wieder mit einem Informationsstand am Fichtenwalder Sommerfest und am zum Fichtenwalder Zapfenmarkt.

Mit dem 39. „Energiegipfel“ der BI Bliesendorf und einer anschließenden Weihnachtsfeier im Bliesendorfer Gemeindezentrum wurde der Abschluss des Jahres 2016 feierlich gemeinsam mit den Landfrauen, dem Sportverein und Mitstreitern aus den verbündeten Bürgerinitiativen des Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V. begangen.

All diese Aktionen wären durch die Unterstützung von Ihnen und vieler Bürgerinnen und Bürger– aber auch unserer Partner/-innen nicht möglich gewesen.

Vorstandsarbeit:

  • Einbeziehung der Interessengemeinschaft Wittbrietzener Feldflur in die Vereinsarbeit – 2 WKA bei Kemnitz / Genehmigung Anfang 2017
  • Teilnahme an diversen Veranstaltungen u.a. mit BUND/Bundestag/ Regionalversammlung/TU Berlin/Regionalplanung/AG Erneuerbare Energien des Landkreises PM …
  • Reorganisation der Vereinsverwaltung – Juergen
  • Monatliche Vorstandssitzungen

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Die Stadtverordnetenversammlung von Beelitz hat am 29.11.2016 mit überwältigender Mehrheit (nur 1 Neinstimme und 1 Enthaltung) auf unsere Initiative hin einen erneuten Anti-WKA-Beschluss gefasst. Die MAZ berichtete darüber. Inhalt des Beschlusses : 1. Die Stadtverordnetenversammlung der Spargelstadt Beelitz fordert von der Landesregierung, keine Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern sowie in Natur- und Landschaftsschutzgebieten zuzulassen. / 2. Die Stadtverordnetenversammlung der Spargelstadt Beelitz fordert von der Landesregierung eine Regelung zu erlassen, in der ein Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen jeglicher Art von mindestens 2.000 m festgelegt wird. / 3. Die Gemeindevertretungen/Stadtverordnetenversammlungen der Nachbargemeinden der Spargelstadt Beelitz, insbesondere der Blütenstadt Werder, Borkheide, Borkwalde, Kloster Lehnin, Treuenbrietzen und Nuthe Urstromtal werden gebeten, sich den unter 1. und 2. genannten Forderungen anzuschließen. / 4. Die Fraktionen des Kreistages des Landkreises Potsdam-Mittelmark werden gebeten, zu den unter 1. und 2. genannten Forderungen entsprechende Kreistagsbeschlüsse zu fassen. / 5. Die Fraktionen/Gruppen des Landtages des Landes Brandenburg werden gebeten, eine entsprechende Gesetzesinitiative zur Umsetzung der unter 1. und 2. genannten Forderungen anzustreben.

Die Nachbargemeinden schlossen sich dem an.

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Ausblick 2017

  • (Juristischer) Widerstand gegen die Genehmigungsverfahren juwi, Forst Reesdorf … und Nuthe-Urstromtal
  • 03.2017 um 18.30 Uhr „Waldbesinnung“ zum internationalen Tag des Waldes
  • Vortrag „Wald im Spagat zwischen Naturnähe und Industrie“ / Donnerstag 30.03.2017 / 19 Uhr / Hans-Grade-Haus in Fichtenwalde (Am Markt 1)
  • Demo am 05.05.2017 zur Umweltministerkonferenz in Bad Saarow
  • 05.2017 um 10.00 Uhr – 6. Aktionswandertag „Rettet unseren Wald“ und Waldfest
  • Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl am 18.07.2017 in Werder und am 20.07.2017 in Beelitz
  • 09.2017 um 10.00 Uhr „Exkursion“ durch die Bogendüne Renneberge zum internationalen Tag des Geotopes

2017

Seit dem Frühjahr sind wir ein fünfblättriges Kleeblatt. Die Interessengemeinschaft Wittbrietzener Feldflur Bürger/-innen aus Lühsdorf verstärken unseren Verein als fünfte BI.

Unter dem Thema „Wald im Spagat zwischen Naturnähe und Industrie“ fand am Donnerstag, 30.03.2017, 19 Uhr, im Hans-Grade-Haus (Am Markt 1) in Fichtenwalde eine Veranstaltung mit Herr Müller statt. Er wurde 1999 als Professor für Waldschutz in der Fachrichtung Forstwissenschaften (Fakultät Umweltwissenschaften an der TU Dresden) berufen. Die Fakultät ist dem einen oder anderen vielleicht besser bekannt als die von Heinrich Cotta begründete ehemalige Königlich-Sächsische Forstakademie in Tharandt. Sie ist eine der ältesten forstlichen Ausbildungsstätten der Welt. Tätig war Prof. Müller u.a. von 1993 bis 1997 als Dezernent im Landesforstamt des Landes Brandenburg und von 1997 bis 1999 als Referatsleiter für Waldbau, Waldökologie, Waldschutz Naturschutz und Forstplanung im Ministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten des Landes Brandenburg.

Schwerpunkte des Vortrages werden u.a. Fragen sein, wie

  • Woher kommt unser Wald, wohin geht er?
  • Wie gestalten wir eine nachhaltige Forstwirtschaft?
  • Wie logisch ist unser derzeitiger Umgang mit dem Wald?
  • Ist Kiefernwald wirklich „Stangenwald“?
  • Löst der Wald unsere Probleme der Energieversorgung/Energiepolitik (durch die Errichtung von Windrädern im Wald)?

 Waldkleeblatt hat als einziger Veranstalter in den Bundestagswahlkreisen 60 und 61 alle wichtigen Kandidatinnen und Kandidaten auf einem Podium vereint. Zunächst am Abend des 18. Juli im gut besuchten Kulturpalast Scala in Werder (Havel). Den Fragen der Moderatoren Frau Plarre (Vorstand Waldkleeblatt/2. Sprecherin der VI Rettet Brandenburg) und Herr Dr. Ludwig (Vorsitzender Waldkleeblatt) stellten sich die Kandidaten/innen Frau Dr. Ludwig (CDU) Frau Teuteberg (FDP), Frau Baerbock (BÜ90/ Grüne), Herr Springer (AfD) und Frau Dr. Tackmann (LINKE) als Ersatz für Herrn Müller (LINKE). Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in eine interessante und teilweise kontroverse Diskussion. Zum Thema des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft und Photovoltaik, ohne derzeitige industrielle und wirtschaftliche Speichermöglichkeiten, waren sich Frau Dr. Ludwig (CDU), Frau Teuteberg (FDP) und Herr Springer (AfD) einig, dass das erneuerbare Energieengesetz (EEG) reformiert …

… ähnlich verlief die Veranstaltung am 20. Juli im Tiedemann-Saal der Stadt Beelitz – leider mit einem Wermutstropfen, im 200 Zuschauer fassenden Saal blieb die Hälfte der Stühle leer. Davon ließen sich aber die Diskutanten Frau Dr. Tiemann (CDU) , Frau Domscheit-Berg (LINKE), Herr Holzschuher (SPD für den erkrankten Prof. Rautenberg), Herr Heyer-Stuffer (BÜ90/Grüne), Herr Vohn (FDP) und Herr Riedelsdorf (AfD) nicht beirren. Wie in Werder trafen insbesondere die Kandidatin/-en der Linken und der Grünen keine Aussage dazu, ob sie bei einem Ausstieg aus Atom- und Kohlestrom auch dessen Import verbieten würden – dies wäre ja konsequent.

Im August hat die Stadt Beelitz im Tauziehen um die Aufstellung von Windrädern in einem Waldgebiet einen ersten juristischen Erfolg erzielt. Das Verwaltungsgericht Potsdam lehnte den Antrag einer Windradfirma ab, die den sofortigen Vollzug der Baugenehmigung für sechs Windräder einklagen wollte. Beelitz spielte dabei sozusagen eine Trumpfkarte aus der Hinterhand aus.

Der 150. Newsletter des e.V. erschien am 22.09.2017.

Vereinsübergreifende „Außenpolitik“. So haben sich Frau Waltraud Plarre, als zweite Sprecherin der Volksinitiative Rettet Brandenburg (und unsere Brandenburger „Außenministerin“) und der Unterzeichner über mehr als ein Jahr an einem Projekt der TU Berlin und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zum Thema ‚Innovative Ansätze zur umwelt- und sozialverträglichen Windenergieentwicklung – eine inter- und transdisziplinäre Handlungsfeldanalyse ‘ als einzige VertreterInnen von BI´s beteiligt. Der Verfasser war in den letzten Wochen a) als Referent beim Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e.V. (dieser umfasst u.a. ca. 40 % der Tankstellen in D, 80 % des Handels mit flüssigen/festen Brennstoffen) und b) als Referent bei der Brandenburger Konferenz „Wind im Wald“. Den dort gehaltenen Beitrag können Sie hier nachlesen

Der 50. „Bliesendorfer Energiegipfel“ fand am 20.11.2017 / 19 Uhr im Wirtshaus Kempel statt. Aus diesem Anlass gibt ein frisches Eisbein (alternativ Kassler) , Sauerkraut, Erbspüree und Salzkartoffeln.

 2018

2018 begann gleich recht kühl, aber erfolgreich. Am 07.01.2018 trafen sich 25 Anhängerinnen und Anhänger der VI Rettet Brandenburg (davon 11 „Waldkleeblätter“ zum „Empfang“ der Sondierer aus SPD, CDU und CSU am Willy-Brandt-Haus in Berlin. Organisatorisch geschickt von der Genehmigungsbehörde gemacht – der Standort der Demonstranten war von den Anreisenden nicht einzusehen. Das hat uns aber nicht irritiert – wir waren dafür laut!

Die 7. ordentliche Mitgliederversammlung unseres e.V. fand am 21.03.2018 statt. Gleichzeitig stand die Neuwahl des Vorstandes an. Der alte Vorstand ist (mit einer Ausnahme) auch der neue Vorstand. Näheres dazu, hier. 

Einen (vermeintlich) großen Erfolg konnten wir am 20.03.2018 zum 9. Kreisentwicklungsforum des Landkreises Potsdam-Mittelmark verbuchen. Unter der Moderation   der „Wetterfee“ des RBB, Frau Finck, diskutierten über 100 Teilnehmer/-innen (darunter 7 Waldkleeblätter). Übergeordnetes Thema der sieben Workshops war „Wie gestalten wir die Zukunft“ mit besonderem Schwerpunkt auf Klimaschutz. Der stellv. Landrat, Herr Stein, musste aus dem Workshop “Land- und Forstwirtschaft” berichten, dass die Forderung „Keine Windkraftanlagen in Wäldern“ eines der Diskussionsergebnisse war und als Forderung an die Landes- und Bundesregierung gestellt wird! Wie sich Anfang Dezember herausstellte, hat der Kreistag mit Stimmenmehrheit von SPD und CDU (!!!) diese Forderung bei der Fortschgreibung des Klimaschutzkonzepts des Landkreises leider abgelehnt.

Schon traditionell trafen sich am 03.06.2018 ca. 240 Teilnehmer/-innen zum Aktionswandertag der BI Bliesendorf im „Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.“. Politische Prominenz war auch vertreten. Allen voran die uns seit Jahren unterstützenden Landtagsabgeordneten Frau Dr. Ludwig (CDU) und Herr Schröder (AfD), der stellv. Werderaner Bürgermeister, Herr Ch. Große,  Kreistagsabgeordnete, Stadtverordnete, Ortsbürgermeister und Herr Dr. Ziegler von VERNUNFTKRAFT.

Am 30.06.2018, einem der der Höhepunkte der Feierlichkeiten zu 110 Jahre Fichtenwalde waren am großen Festumzug mit über 35 Bildern/Teilnehmergruppen und ca. 300 Mitwirkenden auch die “BI Fichtenwalde – Natürlich gegen Lärm” mit dabei. Mit 18 Mitstreiter/-innen wurden wir auf einem umweltbewussten Pferde- Fahrzeug (Kremser)   bestaunt.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat 26.06.2018 den Regionalplan Havelland-Fläming/Windenergie aus formalen Gründen (Ausfertigungsmangel, Bekanntmachungsmangel, Auslegungsmangel) gekippt. Schade: es gab keine konkreten Aussagen zu Mindestabständen, Tierökologischen-Abstands-Kriterien oder Freiraumverbund – dies hätten wir uns gewünscht!

Zur „Außenpolitik“ nur ein Beispiel:  Am 03.07.2018 vertraten Frau Plarre und der Unterzeichner „Waldkleeblatt” bei einer Anhörung zu geplanten Windkraftanlagen in der Nähe des idyllischen Rheinsberg. Mittlerweile hat das Landesumweltamt den Antrag zurückgewiesen!

Am 01.08.2018 spendete unser e.V. in der Folge des Waldbrandes bei Fichtenwalde 400 € an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Fichtenwalde.

Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat ziemlich überraschend mit Bescheid vom 24.09.2018 den sofortigen Vollzug der Errichtung von 12 Windkraftanlagen in der Reesdorfer Heide (Spargelstadt Beelitz / südlich der Eisenbahnlinie nach Dessau) angeordnet, obwohl die Landesregierung ein zweijähriges Moratorium gegen die Errichtung von Windkraftanlagen plant. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Waldbrände insbesondere im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist die Stellungnahme/Zustimmung der zuständigen Brandschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark mehr als unverantwortlich. Sie gipfelt u.a. in folgenden Aussagen: „Für den Wasserversorger stellt die plötzliche Entnahme größerer Mengen normalerweise kein Problem dar …“ – die Brandschutzbehörde müsste es eigentlich aus bitterer Erfahrung – z.B. des Waldbrandes bei Fichtenwalde – besser wissen! … 02.11.2018: “Eine Kerze wurde als Symbol der Annäherung zwischen Mensch und Wolf entzündet.

Der Bad Belziger Jürgen Hauschke

Gabriele-Birgit Ludwig, Jürgen Neuendorf, Jürgen Hauschke und Winfried Ludwig wollen den Wolf schützen und mit einem Kerzenlicht ein Zeichen für die Annäherung von Mensch und Tier setzen. Quelle: André Großmann

will in seiner Wolfsinfohütte Wissen zum Raubtier vermitteln und Vorurteile abbauen. … In der Dunkelheit zündet der Bad Belziger symbolisch eine Kerze an. „Nur dieses eine Licht als Annäherung für uns Menschen und den Wolf“, sagt der 57-Jährige. Auch Winfried Ludwig ist dabei. Der Beelitzer argumentiert, dass Vorbehalte gegen den Wolf häufig wirtschaftliche Gründe hätten. „Vor 500 bis 600 Jahren haben die Menschen auch mit dem Wolf gelebt. Mittlerweile werden aber Verhütungsmaßnahmen gefordert. Es wird auf relativ hohem Niveau gejammert. Wir müssen uns fragen, ob wir den Wolf wollen oder nicht“, so der Unterzeichner. Ich befürworte, „sich für eine intakte Natur mit dem Tier zu arrangieren.“

Dreihundert Teilnehmerinnen versammelten sich am Samstag, 10.11.2018 / 14 Uhr in der Reesdorfer Heide (Spargelstadt Beelitz / OT Reesdorf). Sie einte das Ziel, die Vernichtung des Waldes der Reesdorfer Heide durch die Errichtung von Industrie(Windkraft-)anlagen zu verhindern. Den KLIMAWALD gilt es zu bewahren, das betonten alle Rednerinnen und Redner … von der Werderaner Bürgermeisterin Frau Saß, über den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt des Brandenburger Landtages, Herrn Sven Schröder, bis hin zur Wehrführerin von Borkheide, Frau Zibulski und den Fichtenwalder Ortsvorsteher, Herrn Dr. Köhn u.a. Echter Überraschungsgast war Herr Kruschat, Geschäftsführer des Brandenburger BUND. Mögen wir auch die Energiewende unterschiedlich bewerten, so tritt aber auch der BUND gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in Wäldern ein! Das gemeinsame Anbringen von Trauerschleifen an den Waldbäumen umrahmte die Veranstaltung. Schade (oder bezeichnend), dass bis auf Herrn Schröder alle anderen eingeladenen VertrerInnen der Fraktionen des Brandenburger Landtages und der gewählte Direktkandidat unseres Wahlkreises im Landtag, Herr Baaske (SPD), fehlten.

Die Borkwalder Bürgermeisterin, Frau Renate Krüger, wurde am 07.12.2018 als viertes Ehrenmitglied des „Waldkleeblatt- Natürlich Zauche e.V.” aufgenommen.  

Quelle: Andeas Trunschke

Die Auszeichnung erhielt sie auf einstimmigen Vorstandbeschluss. Geehrt wird ihr Engagement für den Schutz unserer Wälder und Umwelt und ihre aktive Unterstützung der Vereinsarbeit. Damit steht sie nun in einer Reihe mit ihren Bürgermeisterkollegen/-innen, Herrn Bernhard Knuth (Spargelstadt Beelitz/UKB), Frau Manuela Saß (Werder/Havel/CDU) und Herrn Andreas Kreibich (Borkheide/SPD) – ein vierblättriges Kleeblatt. Frau Bürgermeisterin Renate Krüger (Die Linke) widerspiegelt auch die politische Vielfalt unserer Unterstützer. Auf der Ebene der Bürgermeister/-innen schließt sich nun der Kreis vom unabhängigen Wählerbündnis UKB, der CDU über die SPD bis zu Die Linke. Schön wäre es, wenn das auf Landesebene auch so wäre!

Am 08.12.2018 war unsere Waltraud Plarre mit weiteren 100 Ehrenamtlern Gast eines Ehrenempfanges der Landesregierung für ehrenamtliches Engagement. Anlässlich dieser Auszeichnung sagte sie: Die Ehrung haben doch wir alle erhalten und ein Abgeordneter hat mir gesagt, dass unsere Hartnäckigkeit auch das andere Lager zum Grübeln gebracht hat, wo man uns nicht feindlich gegenüber stehe.“ / Mit großer Mehrheit haben Werders Stadtverordnete am 13.12.2018 dafür gestimmt, kein Einvernehmen für den geplanten Windpark in der Bliesendorfer Heide zu erteilen. Nur eine Grünen-Abgeordnete stimmte dagegen, sich den Plänen zu widersetzen.Hier geht es zum MAZ-Bericht. / Natürlich fanden auch wieder regelmäßig Vorstandssitzungen, die Bliesendorfer Energiegipfel etc., etc. statt …