BI Kloster Lehnin

Am Anfang waren der Wald mit seinen starken Eichen und der Traum des Markgrafen Otto I.!

Der Traum wurde Realität und ein schönes Zisterzienser Kloster entstand 1180 und allmählich der Marktflecken Lehnin – dessen Name sich ableitet vom slawischen Wort Jelen, der Hirsch.

Der Wald mit seinen stillen eiszeitlichen Seen, die Emster als Verbindung zur Havel und das Kloster sind noch heute untrennbar mit dem Ort Lehnin verbunden und fast jeder, der hier geboren wurde, möchte irgend wann wieder hierher zurück. Es ist einer von den wenigen Sehnsuchtsorten dieser Welt.

Sowohl Theodor Fontane als auch Willibald Alexis schätzten den Lehniner Wald und banden ihn ein in ihre Schriften.

Die Einheit des kleinen Ortes mit der ihn umgebenden Natur machen seit jeher seinen besonderen Reiz aus für seine Bewohner und seine Besucher.

Noch zu Kaiserszeiten zählte man bereits jährlich ca. 1.000 Sommerfrischler plus nicht zu zählende Wasser-, Wander- und andere Sporttreibende, die vorrangig aus dem 60 km entfernten Berlin anreisten. Der Tourismus begann sich zu entwickeln mit Hotels, kleinen Pensionen und Bahn- und Busverkehr, ohne den Ort dadurch zu verfremden.

In den Jahren 1945 – 1950 kamen die Städter, um teilzuhaben an den Schätzen des Lehniner Waldes – Holz, Pilze und Beeren aller Art.

Die alten Wanderwege durch die Wälder sind heute noch beliebt wie eh und je, denn sie bieten Ruhe und tiefe Entspannung egal, ob der Wanderer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist oder auf einigen Wegen zu Pferde.

Doch heute trügt die beschauliche Ruhe, denn Raubtiere der schlimmsten Sorte sind unterwegs, um mit Gier nach Profit zu zerstören, was Generationen mit Bedacht zu erhalten wussten.

Für unwirtschaftliche Industrieanlagen, deren Produkt nicht wirklich benötigt wird, sollen in der Bliesendorfer Heide ca. 900 ha und in der Grebser Heide ca. 1.650 ha bester Wald, einschließlich alter Eichen, geopfert werden.

Mit staatlicher Anstiftung wird geplant, je Hektar Wald ca. 450 Bäume zu fällen, um Windkraftanlagen zu errichten, die in nur 1.600 Windstunden pro Jahr Strom erzeugen sollen.

Tagelang werden sie still stehen müssen, wenn kein Wind weht oder wenn zu viel Wind weht. Der märkische Sand wird auf den Freiflächen abgetragen werden, die Vögel und Fledermäuse werden dem Tötungsrisiko durch die Rotoren ausgesetzt werden. Der Wildbestand wird zurückgedrängt werden, denn den Tieren wird es an Rückzugsmöglichkeiten fehlen.

Was wird mit den Menschen? Wen interessiert das in unserem Land, wem können sie vertrauen? Wer wird ihnen helfen?

Fehlen wird uns allen der Wald, er ist nicht nur Ausdruck unserer Kultur – er ist Lebenspender für alle Menschen. Ihn zu vernichten für „schnelles Geld“, ist ein Verbrechen, und das ist mit keiner Schutzbehauptung zu vertuschen.

Die Bürgerinitiative „Rettet unseren Wald“ hat sich Anfang 2012 in Kloster Lehnin gegründet, um die Bürger über die drohende Gefahr aufzuklären und um zusammen mit ihnen mit den Politikern und Behörden, um den Erhalt der Lebensader des Ortes und der ganzen Region zu streiten.

Es geht um Gesundheit und Lebensqualität der Bürger, da gibt es keine Kompromisse!