Hervorgehobener Beitrag

UNSER WALD UND WIR IN GEFAHR!

Wie hier bereits berichtet, ist die Errichtung von 7 Windkraftanlagen im Gebiet zwischen Busendorf, Kanin, Klaistow, Fichtenwalde, Ferch, Glindow und Bliesendorf geplant. Wieder mitten im Wald. Unterstützen Sie uns mit Einwendungen – laden Sie hier ein Muster hoch, füllen Sie es aus und senden Sie es an kontakt@waldkleeblatt.de – oder lesen Sie unten weiter und geben Sie Ihre Einwendung ab …

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Appell an die Vernunft / offener Brief an Ministerpräsidenten

Die 120 Bürgerinitiativen unter dem Dach der Volksinitiative „Rettet Brandenburg“ fordern in einem offenen Brief die Bundesregierung und alle Ministerpräsidenten mitwirkend auf, unverzüglich die Bürger und die Industrie von unnötigen Abgaben, wie Stromsteuer und Sektsteuer (eingeführt zur Finanzierung der kaiserlichen Flotte), zu entlasten,

die Förder-und Subventionspolitik für Industrie und Forschung zu korrigieren, keinen weiteren langfristigen Bestandsschutz für die Einspeise-Vergütung, z.B. für Windkraftanlagen u.a., zu schaffen, die Landwirtschaft zu unterstützen mit dem Ziel, die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln aus eigenem Aufkommen zu sichern, die Angleichung der Lebensbedingungen von Stadt und Land auch auf die medizinische Versorgung der Landbevölkerung zu beziehen … den gesamten Wortlaut finden Sie nachstehend:

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Anerkennung der Klimaschutzleistung von Wald, Wiesen und Äcker – das regelt die EU-Verordnung LULUCF

Dass Wälder CO2 abbauen, ist bekannt. In der Öffentlichkeit wird diese Leistung hauptsächlich den tropischen Urwäldern zugeschrieben. Die borealen und die Wälder der gemäßigten Zonen können zwar nicht so schnell CO2 aufnehmen, dafür zersetzen Pilze, Insekten und andere Tiere die pflanzliche Biomasse auch wesentlich langsamer, sodass wenig CO2 in die Luft abgegeben wird und die Böden als wertvolle CO2-Senken dienen. In der Klimakonferenz von Katowice 2018 wurde auch die CO2-Speicherung der Nutzwälder durch Entnahme von Bäumen für  langfristig genutztes Bau- und Möbelholz anerkannt. Die Klimaschutzwirkung der Nutzwälder ist nicht schlechter als die der Urwälder. Bei der Artenvielfalt gibt es Unterschiede. Hier darf kein Gegensatz entstehen. Der CO2-Abbau der Wälder liegt in Deutschland bei 14 Prozent aller CO2-Emissionen. Die Erneuerbaren Energien vermeiden 3,5 Prozent.

2021 tritt die EU-Verordnung LULUCF für Wald, Äcker und Wiesen, 2026 für Moore in Kraft. Wie erfolgt die Berechnung? Wem der Aufdruck „CO2 neutral“ auf Dieselbussen im Kreis Potsdam-Mittelmark aufgefallen ist, der wundert sich vielleicht. Es gibt einen Zertifikatehandel. CO2-intensive Firmen haben Zertifikate erhalten, die sie verkaufen können, wenn sie CO2-ärmer produzieren. Um den CO2-Ausstoß zu verringern, werden die Zertifikate jährlich verknappt. Ab 2021 soll die Klimaschutzleistung durch den Landsektor einberechnet werden. Das leuchtet ein, ist aber in der Praxis kompliziert.   

Weiterführendes finden Sie unter https://www.bmu.de/pressemitteilung/eu-schafft-klarheit-bei-klimaschutz-durch-waelder-und-boeden/ und hier https://ec.europa.eu/clima/policies/forests/lulucf_sv?2nd-language=de

https://www.bmu.de/pressemitteilung/eu-schafft-klarheit-bei-klimaschutz-durch-waelder-und-boeden/
https://ec.europa.eu/clima/policies/forests/lulucf_sv?2nd-language=de

Fichtenwalde bald von Windenergieanlagen (WEA) umstellt? Und wieder mitten im Wald geplant!

Was bisher eher wie ein schlechter Witz klang, soll nach dem Willen von NOTOS und der Gemeinde Schwielowsee Wirklichkeit werden. Beide planen die Errichtung von sieben Windenergieanlagen (WEA) nördlich des Beelitzer Ortsteils Fichtenwalde im Umfeld der Autobahnabfahrt Klaistow. Die WEA des Typs Vestas V150 mit einer Leistung von 5,6 MW, einer Nabenhöhe von 166 m, einem Rotordurchmesser von 150 m sind insgesamt 244 m hoch. Das entsprechende Verfahren läuft unter der Registriernummer 041.00.00/18 beim Landesamt für Umwelt.

Wie immer kommen die Gutachten der Windindustrie zu dem Schluss, dass alles im „grünen“ Bereich ist. Die geplanten WEA sind keine 1.000 Meter von den Klaistower bzw. Fichtenwalder „Splittersiedlungen“ am Fercher Waldweg, Fasanenring und der Glindower Straße (gegenüber dem Spargelhof Klaistow) entfernt. Bis zur Fichtenwalder Heinrich-Heine-Str., Uhlandstr. und dem Steinweg sind es vielleicht 1.500 bis 2.000 Meter. Das würde dann den WEA-Ring um Fichtenwalde im Norden abrunden. Im Fichtenwalder Süden ist ja bekanntlich die Errichtung ebenfalls von sieben WEA durch NOTUS und 12 durch juwi geplant. Alle drei Standorte übrigens mitten im Wald. Damit würde die geplante Zerstörung von Wald durch Errichtung von Industrieanlagen fortgesetzt.

Die Bekanntmachung des Verfahrens können Sie hier einsehen. Unterlagen, wie die Umweltverträglichkeitsprüfung, finden Sie hier.

Übrigens – der Werderaner Ortsteile Glindow und Bliesendorf sind ebenso betroffen!

Wir werden uns in den Genehmigungsprozess einmischen. Bis einschließlich zum 14.05.2020 können Einwendungen gegen das neue Vorhaben erhoben werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Neuer Vorstand gewählt

Wir haben gestern (04.03.2020) einen neuen Vorstand gewählt. Daniela Herstowski, Meike Johannink, Waltraud Plarre, Günter Rauhut, Britta Bayer, Dr. Hans-Joachim Müller, Peter Jakobs und Eva Bogda. 2. Vorsitzende ist nach wie vor die Bliesendorfer Ortsvorsteherin, Eveline Kroll. Das Vertrauen als Vorsitzendem wurde mir ausgesprochen. Danke! Wir vertreten mittlerweile 6 Bürgerinitiativen aus Kloster Lehnin/Werder (Havel)/Fichtenwalde/ Borkheide-Borkwalde und dem Beelitzer Süden (Wittbrietzener Feldflur).

“Netzwerk Natur Brandenburg” gründete sich am 22.02.2020

Am 22. Februar 2020 fand in Fichtenwalde auf Einladung der Bürgerinitiative Naturwald das erste Treffen vom „Netzwerk Natur Brandenburg“ statt. Vereine und Initiativen mit unterschiedlichen Inhaltsschwerpunkten im Bereich Natur- und Umweltschutz haben beschlossen, sich künftig gemeinsam und mit gebündelten Kräften für die Wälder und die Natur Brandenburgs einzusetzen.

c/o Dr. Winfried Ludwig

Unter den ca. 20 Anwesenden waren u.a. vertreten der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder, Baumfreunde Kloster Lehnin, vegan4future aus Bad Belzig, Angelika Emmrich / Sprecherin BorkwalderLeben, Herr Lutz Lambrecht als Wolfsschutz-Beauftragter und viele Vertreter der BI Naturwald und vom Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.

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„Zwischen Kiefern und Eichen / Unser Brandenburger Wald gestern – heute – morgen“.

Unter diesem Motto laden wir Sie herzlich zu einer Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung findet am Montag, dem 09.03.2020 von 19:00 – 21:00 Uhr im Festsaal des „Deutschen Haus“ Beelitz (Berliner Str. 18) statt. Impulsstatements mit anschließender Diskussion geben Herr Prof. Dr. Michael Müller (Institut für Waldbau und Waldschutz, Technische Universität Dresden) „Waldentwicklung und Waldschutz im Brandenburgischen Wald“; Herr Martin Schmitt (Förster Stadt Beelitz) „Wirtschaftsfaktor vs. Naturschutz: Bilanz am Beispiel des Beelitzer Stadtwaldes“; Herr Karl Tempel (Waldbesitzer) „Waldumbau in der Praxis“ und der Leiter des Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde, Herr Dr. Michael Luthardt „Der Blick in die Glaskugel: Die Zukunft des Brandenburger Waldes“. Im Anschluss besteht die Möglichkeit des Austausches bei einem kleinen Imbiss und Getränken. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter anmeldung.potsdam@fes.de  bzw. im Internet unter www.fes.de/Potsdam. Es freuen sich auf Sie, Dorina Spahn (Landesbüro Brandenburg der Friedrich-Ebert-Stiftung) und Dr. Winfried Ludwig (Vorsitzender des Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.)

 

Wohin mit dem Windrad-Sondermüll?

” Während Recyclingbetriebe aus altem Metall zwischen 200 und 500 Euro pro Tonne erlösen können – bei Kupfer sogar zwischen 6.000 und 8.000 Euro -, sei dies bei glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) ganz anders, erzählt Hans-Dieter Wilcken von Neocomp. Für den GFK-Schrott müsse seine Firma sogar draufzahlen, dem Betrieb entstünden Kosten von etwa 200 Euro pro Tonne. ”

Schrott … und nun?

HINTERGRUND: Das Umweltbundesamt hat über den Rückbau der Windenergieanlagen eine Studie anfertigen lassen. Darin empfehlen die Autoren Bund und Ländern, sie sollten den Rückbau und vor allem das Recyceln der Problemkunststoffe dringend weiter erforschen lassen. Zudem müsse es Richtlinien geben, wie genau der Rückbau erfolgen soll, denn dies ist bisher nicht geregelt. Und drittens: Auch die Kostenfrage müsse geklärt werden. Näheres dazu beim WDR unter diesem und diesem Link.

Ach ja, und wen wundert´s. Bis auf eine Kleinfirma, gibt es keinen wirklichen Entsorger und natürlich weigert sich die windige Industrie, die Entsorgungskosten zu übernehmen …