Archiv der Kategorie: Allgemein

Versorgungssicherheit mit Elektroenergie zunehmend gefährdet

“Am (fiktiven) Stichtag 15.01.2020 um 19 Uhr könnte Deutschland schon nicht mehr in der Lage sein, Extremsituationen im Stromnetz selbst zu bewältigen. Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW prognostizieren dies in ihrem „Bericht der deutschen Übertragungsnetzbetreiber zur Leistungsbilanz 2016-2020“, über den die „Welt“ berichtet. In diesem Bericht werden voraussichtliche Stromeinspeisung und Stromverbrauch gegenübergestellt und ein Stichtag und -Uhrzeit gewählt, an dem erwartungsgemäß der höchste Deckungsbedarf

und der niedrigste Speicherwert im Stromnetz herrscht. Unter Betrachtung dieses „Extremwertes“ können die Netzbetreiber „die voraussichtlich kritischste Situation“ im Stromnetz bewerten. Eine Aussage der Eintrittswahrscheinlichkeit trafen die Netzbetreiber nicht … Ab 2023 wird es kritisch Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärte gegenüber der „WELT“, dass die deutschen Übertragungsnetzbetreiber wahrscheinlich auch für 2019 und 2020 Reserveleistungen im Ausland einkaufen werden, um den Wert der „verfügbaren Leistung“ im positiven Bereich zu halten. Kritisch sah er die Situation ab 2023: „Bis dahin wird die gesicherte Leistung vollständig abgebaut sein“. Die BDEW prognostiziert die Jahreshöchstlast für 2023 auf etwa 81,8 Gigawatt, die gesicherten Leistungen würden aber nur Werte bis etwa 75 Gigawatt erreichen. Durch ähnliche Entwicklungen im Ausland sei „die Hoffnung, die Lücke vollständig durch Import-Strom zu schließen, trügerisch.“ Quelle:  https://www.businessinsider.de/am-15-januar-2020-droht-deutschland-eine-versorgungs-katastrophe-2018-1

 

OVG stoppt Regionalplan Havelland-Fläming/Windenergie aus formalen Gründen

Das OVG Berlin-Brandenburg hat am gestrigen Montag (26.06.2018) den Regionalplan Havelland-Fläming/Windenergie aus formalen Gründen (Ausfertigungsmangel, Bekanntmachungsmangel, Auslegungsmangel) gekippt. Besonders wurde gerügt, dass weder die Auslegungsdokumente hinreichend genau bezeichnet wurden, noch die Einsichtnahme z.B. außerhalb der üblichen Arbeitszeiten möglich war. Damit war Beteiligung der Bürger nicht gesichert. Hier hätte das Gericht schon abbrechen können. Materielle Gründe wurden aber auch noch erörtert. Es gab allerdings keine konkreten Aussagen zu Mindestabständen, Tierökologischen-Abstands-Kriterien oder Freiraumverbund – dies hätten wir uns gewünscht! Hier wurde hauptsächlich die allgemeine Frage diskutiert, ob diese Faktoren als harte oder weiche Kriterien zu definieren sind. Ob der Regionalplan auch zu den anderen Planteilen kippt, blieb zunächst offen. Lesen Sie hier einen Artikel des Neuen Deutschland und zwei MAZ-Artikel dazu hier und unter diesem Link. Und hier geht es zur Pressemitteilung des OVG in dieser Sache.

 

Wir trauern um Enoch zu Guttenberg

Der „Musiker, Kämpfer, Enthusiast“, wie er sich selbst charakterisierte war einer unserer bekanntesten Mitstreiter und Unterstützer.
Ein aufrechter, sympathisch unbequemer Mensch und Naturschützer, der konsequent seinen eigenen Vorstellungen gefolgt ist und sich keiner Doktrin unterworfen hat.
Kreativ und immer mit ganzem Herzen bei der Sache, nicht nur als Musiker, sondern auch als ein Urgestein deutscher Naturschützer. Legendär sind seine Vorträge zur Landschafts- und Naturzerstörung durch die Windkraft … 

Diese Passage wurde von windwahn unter folgendem Link zur Verfügung gestellt.
https://www.windwahn.com/2018/06/16/wir-trauern-um-enoch-zu-guttenberg/

Nachlese – 7. Bliesendorfer Aktionswandertag am 03.06.2018 wieder ein großer Erfolg

Ca. 240 – 270 Teilnehmer/-innen trafen sich am heutigen Sonntag (03.06.2018) 11 Uhr zum schon traditionellen Aktionswandertag der BI Bliesendorf im „Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V.“. Politische Prominenz      war auch vertreten. Allen voran die uns seit Jahren unterstützenden Landtagsabgeordneten Frau Dr. Ludwig (CDU) und Herr Schröder (AfD), der stellv. Werderaner Bürgermeister, Herr Ch. Große,  Kreistagsabgeordnete, Stadtverordnete, Ortsbürgermeister und Herr Dr. Ziegler von VERNUNFTKRAFT. Ein Großer Dank gilt Eveline Kroll Weiterlesen

Sind Windkraftanlagen tickende Zeitbomben?

Im Unterschied zu anderen Industrieanlagen unterliegen Windkraftanlagen nicht der staatlichen Prüfpflicht. Die Vielzahl von Zwischenfällen und Unfällen veranlassen nun auch die technischen Prüfdienste, wie den TÜV, zu mahneneden Worten. “Von einer „tickenden Zeitbombe“ spricht TÜV-Experte Dieter Roas, der einem Arbeitskreis aller Zugelassenen Überwachungsstellen vorsteht. Viele Windräder näherten sich einer Betriebszeit von 20 oder gar 25 Jahren. Grundsätzlich sind die Anlagen auf 20 Jahre ausgelegt, für eine Verlängerung der Betriebserlaubnis sind zusätzliche Prüfungen erforderlich.” Lesen Sie hier den Artikel aus der WELT vom 27.05.2018 dazu.

Brandenburg braucht Tegel

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, “Brandenburg braucht Tegel” – unter diesem Motto sammelt bis Juni 2018 eine von der FDP ins Leben gerufene Volksinitiative Unterschriften für den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel. Nachdem bereits 2017 eine analoge Initiative in Berlin erfolgreich war, soll dies nun im Bundesland Brandenburg wiederholt werden. Auch das “Waldkleeblattland” würde von einem Erfolg profitieren. Nach der derzeitigen Planung des BER finden die Starts bzw. Landungen komplett über uns statt. S. dazu ausführliche Infos auf unsere Homepage. Die “Offenhaltung” Tegels hätte zumindest den Vorteil, die Belastungen zu teilen und in Schönefeld nicht noch eine dritte Start- und Landebahn zu bauen. Dass der BER (außer der blamablen “Baufortschritte”) eine Investitionsruine ist, am falschen Standort gebaut wird und viel zu klein ist, hat sich längst rumgesprochen … Informieren Sie sich hier ausführlich … und laden Sie hier Unterschriftslisten herunter … BITTE BETEILIGEN SIE SICH!

Warum in die Ferne schweifen … 8 % der der Treibhausgase verursachen Touristen

Schon der alte Goethe wusste es: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?  Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.” (Goethe, “Erinnerung”) … und er reiste dennoch gern. So wie wir. Nur zu Goethes Zeiten war Reisen kaum mit Umweltverschmutzung verbunden. Das ist heute leider ganz anders. Ca. 8 % der der Treibhausgase verursachen Touristen. Nicht dass wir uns falsch verstehen, natürlich soll Mann/Frau reisen … aber müssen es immer die Fidschi-Inseln sein? Lesen Sie in den PNN-Artikel über die Auswirkungen des “Massen”-Tourismus …

Positive Grundeinstellung der Deutschen zum Wolf

Laut NTV steht die Mehrheit der Deutschen dem Wolf als Teil unserer Umwelt positiv “gegenüber”. “Die Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) findet es erfreulich, dass der Wolf wieder Teil der Natur ist.

(Foto: picture alliance / Klaus-Dietmar)

Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) ergeben. Die Tiere gehören demnach für viele Menschen ebenso zur Landschaft wie Füchse, Rehe oder Biber. “Auch wenn es von Teilen der Politik, der Bauern- und Jagdlobby immer wieder Stimmungsmache gegen den Wolf gibt, bleibt das Klima für den Wolf 18 Jahre nach seiner Rückkehr gut”, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.” Den Beitrag könne Sie hier nachlesen.

10 Jahre “VI Rettet Brandenburg”

Am Freitag, 26.04.2018, trafen sich ca. 30 Vertreter/-innen von Bürgerinitiativen (BI´s) Brandenburgs in Potsdam anlässlich des 10. Jahrestages der “VI Rettet Brandenburg. Der Abend diente dem Erfahrungsaustausch der BI´s untereinander und der Abstimmung einer gemeinsamen Startegie in Vorbereitung der Landtagswahlen in Brandenburg 2019. Schwerpunkte der Diskussion waren Forderungen nach Wiederherstellung der verfassungsrechtlich garantierten kommunalen Selbstverwaltung, Alternativen zur derzeitigen “Energiewende”,  und Ideen der Selbstdarstellung der VI unter dem Slogan: “Wir sind nicht dagegen, sondern wir sind dafür”  … dies soll in einem konkreten Positionspapier münden …

Akzeptanz für Windenergie stärken – Anhörung im Brandenburger Landtag zur Einrichtung einer “Servicestelle” für Windenergie

In aller Kürze: Heute (18.04.2018) fand im Brandenburger Landtag eine Anhörung zum Antrag der “BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN” zum Thema “Akzeptanz für Windenergie stärken …” statt. Mehr dazu hier und hier. Aus Sicht der “Grünen”, des Bundesverbandes WindEnergie und anderer Lobbyorganisationen / von Projektanten etc. bedeutet Akzeptanz die finanzielle Beteiligung/Einbindung von Bürgern und Gemeinden. Dass monetäre Interessen sehr weit von wirklichen Interessen liegen können, wir in keinster Weise in Betracht gezogen. Eventuell geht es noch um die Abschaltung der Befeuerung der Windkraftanlagen. Abar auch das ist schon sehr weit gedacht …  Die Beachtung des Bürgerwillens vor Ort spielt überhaupt keine Rolle. DANKE an die MDL, Herrn Homeyer (CDU) und Herrn Schröder (AfD) für ihre kritischen Nachfragen! Hier spielten Gesundheitsschutz, Sinnhaftigkeit von “Windrädern” etc. eine Rolle. Von den der schweigenden Mehrheit der Abgeordneten vielleicht (???) zur Kenntnis genommen. Unsere Vertreterin, Frau Plarre, verwies genau auf diese Fragen. Eine lobens- und lesenswerte Zusammenfassung hat die MOZ unter dem Titel “Die Akzeptanz ist verspielt” heute (19.04.2018) dazu veröffentlicht. Sie finden diese hier. Danke Herr Thiessen! Ebenso die Berliner Morgenpost: “Nach etwas mehr als einer Stunde bricht es aus Thomas Voigt heraus. “Es gibt Menschen bei mir im Dorf, die haben sich einen Wohnwagen gekauft und fahren damit in den Wald, um schlafen zu können”, sagt der Bürgermeister des kleinen Dorfes Temnitztal im Nordwesten Brandenburgs. “Sie halten es nicht mehr aus.” Die Dörfer des Gemeinwesens würden regelrecht eingekesselt. “Wir fühlen uns alleingelassen”, so Voigt. PS: WALDKLEEBLATT war mit sechs Mitgliedern vertreten! DANKE!