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Unterlassung der Regierung = Rechtschaos bei Windrädern

Liebe Unterstützer/-innen unserer BI´s, in einem Artikel in den PNN vom 18.11.2015 bringen es die Autoren (A. Fröhlich und H. Klix) glasklar auf den Punkt: Durch Untätigkeit und Hinhaltetaktik der Landesregierung droht nun in Brandenburg das absolute Chaos bei der Errichtung von Windparks.  Selbst die angeblichen Steuerungsinstrumente der Regionalpläne sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.  Die spezielle Problematik im Landkreis Potsdam-Mittelmark kommentiert Herr Klix hier. Zitat: “Haben sich die Regionalen Planungsgemeinschaften im Land in den vergangenen Jahren bemüht, der rasant wachsenden Windkraftbranche durch die Ausweisung von Eignungsbieten Flächen zuzuteilen, auf denen möglichst wenig Streitigkeiten mit Naturschützern und der Bevölkerung zu erwarten waren und wo trotzdem erbittert gestritten wurde, so droht jetzt eine noch viel beispiellosere Verspargelung.” Bereits mehrfach mussten die zuständigen Landesbehörde (das LUGV) gerichtliche Niederlagen kassieren. Lesen Sie dazu hier oder hier Einzelheiten.  Das scheint aber in der Regierung keinen zu interessieren. Damit werden wir Bürger dem Wildwuchs schutzlos ausgesetzt.  Auch aus diesem Grund werden wir mit Ihrer Unterstützung in den nächsten Wochen ein Volksbegehren gegen Windrädern in Wäldern und für die 10-H-Regelung starten. Waldkleeblatt bleibt dran!

Interview mit Dietmar Woidke am 10.2.2015 auf Inforadio Berlin

Di 10.02.2015 | 10:45 | Vis à vis

Auszug ab ca. Minute 9.11

Torsten Sydow: Ein Streitpunkt bei der Energiefrage ist ja natürlich, ich möchte gerne bezahlbaren Strom haben aber viel merken soll ich von der Stromerzeugung eigentlich nicht. Verträgt unser Land eigentlich noch mehr als dies 3000 Windkraftanlagen, die hier im Land stehen? Zumal ja auch das Problem der Speicherung der Erneuerbaren immer noch nicht gelöst ist, kaum angepackt ist?

Dietmar Woidke: Ich glaube das wir in den letzten Jahren da wirklich sehr viel geleistet haben im Bereich der erneuerbaren Energien. Wir produzieren pro Einwohner die höchste Menge an erneuerbaren Energien bundesweit. Es ist aber in der Tat so, dass die Grundfrage, wann können erneuerbare konventionelle Energieträger denn wirklich aus dem Netz ablösen, daran hängen wird, ist die Versorgung rund um die Uhr sicher oder ist sie es nicht.

Und da muss man ganz klar sagen, sie es momentan nicht. Wir haben jetzt 25% erneuerbare Energien im Stromnetz deutschlandweit und müssen intensiv daran arbeiten, dass die Fragen, die wir in Brandenburg ja als Modellprojekte schon laufen haben, Speicherlösung aber auch der Netzausbau, dass diese Fragen vorankommen, um dann wirklich ernsthaft darüber nachdenken zu können, konventionelle Energieträger aus dem Netz zu nehmen.

Momentan leisten wir uns in Deutschland zwei Energiesysteme parallel. Ein System der Erneuerbaren, die theoretisch 100% unseres Strombedarfes decken könnten, allerdings nur 25% decken aufgrund – der Wind weht nicht oder die Sonne scheint nicht. Und auf der anderen Seite haben wir 100% plus X konventionelle Leistung, die immer dann da sein muss, wenn Erneuerbare eben nicht liefern können, und dieses müssen wir aufbrechen, diese zwei Systeme müssen miteinander kompatibel gemacht werden und wir brauchen dringend Speicherlösungen, hier muss mehr passieren.

Der reine Ausbau von Windkraftanlagen reicht nicht aus und er wird auch dann nicht mehr wesentlich zu einer Steigerung der Windenergieausbeute im Gesamtstromverbrauch beitragen können, weil, wenn der Wind nicht weht, ist es relativ egal ob 500 Windkraftanlagen dastehen oder 5 – alle drehen sich nicht. Und deswegen glaube ich, ist es wirklich an der Zeit, hier voranzukommen, nicht nur in der Primärenergieerzeugung, sondern wirklich dafür zu sorgen, dass wir sichere und bezahlbare Stromversorgung dauerhaft in Deutschland haben. Und das ist nicht nur eine Frage für Privathaushalte, es ist auch eine Grundlage der deutschen Industrie und der deutschen Wirtschaft.


 

Dietmar Woidke – Bilanz nach hundert Tagen Brandenburgs Ministerpräsident ist seit seiner Wiederwahl am 5. November 2014 nun 100 Tage im Amt. Im Gespräch mit Torsten Sydow spricht Dietmar Woidke über die bestimmenden Themen seit Beginn seiner zweiten Amtszeit. Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der Adresse http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/vis_a_vis/201502/216379.html

Erstaunliches von Herrn Dr. Woidke

Ja, es ist erstaunlich, was Dr. Woidke da im Juli-Heft von “perspektive 21” geäußert hat. Leider erst jetzt entdeckt. Zitate: Tatsächlich ist mit dem bisherigen EEG auch eine beispiellose soziale Umverteilung von unten nach oben verbunden.” … ” Es ergibt schlicht keinen Sinn, ungebremst weiter Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien zu bauen …” … “Wenn es nämlich mit der Grundlastfähigkeit von Sonnen- und Windenergie nicht klappt, dann werden wir auf alle Zeiten einen parallelen konventionellen Kraftwerkspark brauchen und finanzieren müssen, der immer dann einspringt, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.” Ach übrigens der Autor,  Herr Dr. Woidke, ist wirklich unser Brandenburger Ministerpräsident! Lesen Sie hier weiter: P21_HEFT_60 Woidke Übrigens das Ganze Heft/die Reihe finden Sie unter http://www.perspektive21.de/