Erklärung der “VI Rettet Brandenburg” zur Bundestagswahl 2021

Nachstehend eine Erklärung von Frau Waldtraud Plarre / Sprecherin der Volksinitiative “Rettet Brandenburg”:

“Liebe Mitstreiter/-innen, uns trennen nur noch wenige Wochen vor der sogenannten “richtungsweisenden” Bundestagswahl 2021! Doch für welche Richtung wird sie sich oder wir uns entscheiden? Wer Verantwortung fühlt – für seine Mitbürger und unser Land – schläft vermutlich schon länger unruhig und zermartert sein Hirn, was er für eine ehrliche Aufklärung der Wähler tun kann. Ehrlich ist eine Politik, wenn sie nicht nur den aktuellen Traum und seine Verkünder bejubelt, sondern wenn sie auch alle zu erwartenden Folgewirkungen der Träumereien wissenschaftlich hinterfragt und abwägt, was im Vorfeld zu beachten ist, um danach nicht abzustürzen. Das hat unsere Regierung z.B. bei der Energiewende leider nicht getan! Dem müssen wir uns in den nächsten Wochen verstärkt widmen. Wie es um unsere ökonomische Basis im Streit um die Richtung geht, hat am 09.07.2021 der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing im Vorfeld des Finanzministertreffens schonungslos dargelegt: – dass die “…Wertschöpfung zunehmend woanders erfolgt … “ und – dass es keine “langfristige Wettbewerbsfähigkeit” mehr gibt.

Wurde bei uns nicht jeder verunglimpft, der die Auswahl der Energiewende-Technologien um eine Innovation bereichern wollte, weil Wind und Sonne nicht die beste Lösung sind? Nein, im Gegenteil – Technologieoffenheit wurde empört abgelehnt und jeder intellektuelle Diskurs dazu als “Klimaleugnung” abgestempelt.

Ein Wettstreit der Ideen hätte uns manche Milliarde der 33 Mrd. Euro unserer EEG-Umlagen pro Jahr einsparen helfen.

Schlimmer noch – die Folgen der aufgezwungenen EEG-Energiepolitik wird unseren Kindern und Kindeskindern noch viele negative Folgen bescheren, wenn wir nicht endlich wieder ein klares naturwissenschaftliches Denken zum Selbstverständnis machen.

Welche schwerwiegenden Folgen sind zu erwarten:

  1. Wir können uns bereits heute schon nicht mehr sicher aus eigener Energieproduktion versorgen. Das Vertrösten auf Importe bedeutet, dass unsere Industrie und private Nutzer abhängig werden vom Willen und Preisen der Nachbarn und wir voraussetzen, dass Nachbarländer unserer Energiepolitik nicht folgen!

Die Ausrichtung auf Wind und Sonne ist grob fahrlässig, denn nie wurde eine wissenschaftliche Abwägung vorgenommen von Kosten und Kollateralschäden mit

dem realistischen Beitrag dieser Anlagen zur Reduzierung der Erderwärmung. Vermutlich wäre das Ergebnis negativ, denn sonst stände es in jeder Zeitung.

2.Unsere höchsten Strompreise der Welt machen jeden internationalen Wettbewerb unmöglich! Wettbewerb ist aber der Grundpfeiler der Marktwirtschaft und Deutschland ignoriert ihn zum eigenen Nachteil und macht die eigene Industrie kaputt. Die Kaufkraft der Bürger wird zudem stark eingeschränkt.

3.Die gesundheitlichen Folgen des ausufernden Ausbaus von Windkraftanlagen ohne Rücksicht auf Natur- und Artenschutz und Abstände machen die Bürger psychisch und physisch krank und beeinträchtigen die Lernfähigkeit der Kinder.

Die Wirkungen des unhörbaren Infraschalls auf Menschen wurden nie umfassend untersucht und die schmerzhaft Betroffenen der Einbildung bezichtigt. Wissenschaftliche Studien werden nicht öffentlich diskutiert.

Besonders schwer wiegt das von der Politik unbeantwortete Problem der Carbonfasern in den Rotorblättern der neusten Anlagen-Generation! Diese Fasern werden durch Abrieb und Brand freigesetzt und setzen sich in den Lungen von Mensch und Tier fest, wo sie unweigerlich Karzinome bilden – gefährlicher als Asbest. Von der WHO wurden sie deshalb in Gefahrenklasse 3 eingestuft. In Wäldern ist auch kein Austausch des Mutterbodens möglich – die Gefahr bleibt.

Die Politik schweigt dazu!

4.Die Industrialisierung unserer klimaschützenden Wälder mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen läuft dem Gedanken des Klimaschutzes entgegen und beweist, dass es vorrangig um Geld geht für die Investoren. Je Windkraftanlage (7.000 t) und Zuwegung müssen 1,5 ha von jedem Bewuchs befreit werden (ca. 1.000 Bäume) und werden versiegelt – Wasserrückhalt der Wälder wird eingeschränkt und die Versiegelung verhindert die Versickerung des Wassers. Ein Problem der Wasserversorgung. Die Waldinnentemperatur nimmt zu und bewirkt Austrocknung des Waldbodens und durch Verringerung des Baumbestandes wird die Kohlenstoffspeicherung reduziert – das angebliche Ziel der Maßnahme!

5.Dem Wald wird besonders übel mitgespielt. Es gibt das Problem der zunehmenden EEG- geförderte Holzverbrennung unter dem Decknamen “Biomasse”! In Deutschland gibt ca. 80 Biomasseholzkraftwerke, die ca. 2.000 MW Wärme und Strom produzieren und dafür jährlich mit 10–20 Mio.t Holz befeuert werden müssen und ca. das 3-fache an CO2 emittieren wie die vergleichbare Menge Erdgas (Quelle: Klimareporter)

 Beispiel: Das Holzkraftwerk Königs Wusterhausen b. Berlin benötigt für 20 MW Strom jährlich 130.000 t/156.000 m3 Holz zur Verbrennung, d.h.356 Tonnen Holz täglich!

Die gern bemühte Rechtfertigung mit den Ersatzaufforstungen ist nur die halbe Wahrheit, denn es wird immer vergessen, dass ein Baum ca. 70 –100 Jahre braucht, um alle seine natürlichen Funktionen erfüllen zu können. Für die Klimaziele 2030/2050 zählen aber die Verluste der abgeholzten Bäume und deren fehlende Kohlenstoffspeicher-Kapazität.

Als Real-Satire ist der Umbau des Kohlekraftwerkes Tiefstack in Hamburg zum Holzkraftwerk von den demonstrierenden Bürgern bezeichnet worden. Das Holz soll aus Namibia kommen – ein Umweltverbrechen im doppelten Sinne. Wald in Afrika zu reduzieren ist nicht akzeptabel und das Emittieren von CO2 durch seine Verbrennung ebenfalls nicht.

  1. Müssen wir jährlich über 11 Millionen von Festmetern Holz exportieren? Davon 6 Mio. 2020 an China und jetzt zahlen die USA den 3-fachen Preis und sofort liefert Deutschland seine Klimaschutzreserve. Wieder mal schlägt Geld erfolgreich Klimaschutz!!!!
  2. Unsere Ackerflächen werden mehr und mehr missbraucht als Stellplätze für Wind- und Photovoltaikanlagen, der Acker soll für Ersatzpflanzungen für abgeholzte Wälder genutzt werden, obwohl es wenig erfolgreich ist. Acker wird für Biopflanzen, wie Mais und Raps genutzt. Warum wird es als Selbstverständlichkeit gesehen, dass Deutschland sich unbegrenzt durch teure Lebensmittel-Import ernähren kann? Herr Sewing hat es angesprochen, dass Deutschland und die EU ihr Ansehen als reiche Nationen verlieren könnten, wir könnten bald ein Bezahlproblem bekommen.

Diese Liste könnte noch viel weiter geführt werden, z.B. mit dem Demokratieverlust durch Ausgrenzen kritischer Geister, der Bestechung der Kommunen mit unserem Geld der EEG-Umlage, die landesweite Verunsicherung der Bürger, dem Vertrauensverlust in die Regierungsarbeit usw.

Fragen müssen wir uns jedoch, wie konnte es dazu kommen?

Kann es sein, dass unser Bundestag nicht ausreichend mit qualifizierten Volksvertretern besetzt ist? Es steht einem Bildungsland, wie Deutschland, nicht gut zu Gesicht, dass zu viele Abgeordnete nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, was heute jedem möglich gewesen wäre. Wer maßt sich trotzdem an, ein Land mit ca. 84 Mio. Einwohnern regieren zu können? Man sollte sich die regionalen Kandidaten auch unter diesem Gesichtspunkt genau ansehen.

– Kann es sein, dass zu viele dieser Volksvertreter mehr das persönliche Wirtschaften im Auge hatten und weniger die volkswirtschaftlichen Themen? Oder haben sie sich mit Anteilen an Bürgerwindrädern eingedeckt und hoffen auf den weiteren Ausbau – komme was da wolle?

– Kann es sein, dass wir längst vom Bundesverband Windenergie regiert werden, der die ihm genehmen Gesetze formuliert: Der Artenschutz muss sich der Windkraft anpassen! (Ausspruch BWE Albers zum Windgipfel bei Altmaier)!

Wir haben heute 31.000 Windräder in Deutschland und mehrere Millionen m2 Photovoltaik ohne eine nennenswerte CO2-Reduzierung. Die Planungen für die Zukunft von SPD und Grünen sehen 1.000 – 1.500 weitere Anlagen pro Jahr vor! Wer kann dann noch hier wohnen?

China hat mehr als den 10-fachen CO2-Ausstoß und eröffnet weitere Kohlekraftwerke und baut nach altem Muster Kernkraftwerke mit Hilfe deutscher Wissenschaftler.

Unsere Regierung lehnt jede aussichtsreiche Neuerung der Energieerzeugung ab, wie neue Reaktoren (deutsches Patent Dual Fluid Reaktor) ohne die alten Gefahren, die aber alles verarbeiten können, was angeblich in ein Endlager muss. Andere Länder bauen sie jetzt, z.B. Kanada, Großbritannien.

Es wäre der ehrlichste Klimaschutz, den Wald zu hegen und zu pflegen und ihn bei uns und überall auf der Welt sinnvoll aufzuforsten.

Nehmen wir die Ausführungen von Herrn Sewing als Anlass, bei der Wahl im September besser vorbereitet zu sein und alle Kandidaten und ihre Programme genau zu prüfen.

Wer sich in der Lage fühlt, sollte an die Politiker in Kreis- und Landtagen und die Presse schreiben und mehr Orientierung auf die Sinnhaftigkeit von Maßnahmen fordern. Sie müssen dazu ermutigt werden, damit nicht alles in die alte Richtung läuft.

Weitere vier Jahre brächten uns und der EU voraussichtlich existenzielle Problem, wenn wir nicht heute aktiv werden.

Ich wünsche uns allen viel Mut und beste Gesundheit!

Waltraud Plarre

Sprecherin der Volksinitiative “Rettet Brandenburg”

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