Sie erinnern sich an den Spruch “Bleiben Sie neugierig” … ich möchte Sie bitten “Bleiben Sie kritisch”

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe Leserinnen und Leser, Sie erinnern sich vielleicht an den Spruch “Bleiben Sie neugierig” … falls nicht, können Sie ja mal hier nachlesen. Das ist aber nicht das Thema, sondern in Abwandlung dieses Spruches “Bleiben Sie kritisch”. Neben der Regierungsbildung, die hier kein Thema ist, gibt es ja derzeit zwei “Aufreger”. Die Dieselautos und den Dauerbrenner “Energiewende”. Zur Rechtfertigung von Dieselkraftfahrzeugen (und den Versäumnissen der deutschen Autoindustrie!!!) wird ja gern das Argument herangezogen … ABER die Anderen sind ja noch viel schlimmer … z.B. Kreuzfahrtschiffe = ja = ABER … “Seeschiffe sind Dreckschleudern, Kreuzfahrten eine Pest für die besuchten Städte. Gerne wird diese Behauptung mit einem Vergleich garniert: Die 15 größten Schiffe machen mehr Dreck als alle Autos der Welt zusammen. Das klingt spektakulär, aber stimmt es auch?” … fragte die ZEIT ONLINE bereits am 30.08.2017 und kam u.a. zu dem Schluss: “Das ist genauso falsch wie die These, die der Nabu aus den eigenen Zahlen ableitet. Für das Vergleichsjahr 2012 geht es dort nämlich gar nicht um “Schadstoffe auf gleicher Strecke”, sondern um “Schadstoffe pro Tag”. Und pro Tag legt ein durchschnittliches Kreuzfahrtschiff mehrere Hundert Kilometer zurück, ein deutsches Auto aber nur 36. Dabei transportiert das Auto im Schnitt 1,5 Menschen, ein großes Kreuzfahrtschiff aber bis zu 9.000. Bezogen auf die Passagierkilometer schrumpft die Vergleichszahl von fünf Millionen auf weniger als hundert.” (Anmerkung des Unterzeichners, der NABU hat 2012 erstmals diesen Vergleich angestellt) … den erwähnten ZEIT-Beitrag können Sie hier nachlesen. Aber auch das: Das ZDF-Magazin “Wiso” hat die Kreuzfahrtbranche unter die Lupe genommen. Dabei wurden auch Luftmessungen durchgeführt – mit erschreckendem Ergebnis: Die hohen Abgasbelastungen an Deck und in der Kabine sind bei Schiffen alarmierend. ALSO: Immer schön kritisch hinterfragen!

Und der Tagesspiegel hinterfragt am 05.03.2018 mit der Veröffentlichung eines Artikels von Jürgen Renn / Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Robert Schlögl / Gründungsdirektor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion: “Warum hat die bisherige Energiewende die Erwartungen nicht erfüllt? Das liegt nicht nur an einer zögerlichen Politik, sondern auch an einem mangelnden Verständnis der Funktionsweise eines Energiesystems. Entscheidend ist die Einsicht, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Komponenten umfasst: eine, die eine konstante Grundlast trägt und gegenwärtig von den konventionellen Energieträgern und der Kernenergie gewährleistet wird, und eine andere, die die „volatilen“, das heißt ständigen Schwankungen unterworfenen erneuerbaren Energiequellen Sonne und Wind beisteuern.” Auch das können Sie gern hier oder unter diesem Link nachlesen.