PM nächstes Jahr (theoretisch) stromautark?

Spitzenreiter Niemegk produziert sogar heute schon 510 Prozent seiner Energie selbst. Das meldeten bereits vor einer Woche die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) unter der Überschrift Landkreis im nächsten Jahr stromautark – Netzbetreiber vermelden überraschenden Anstieg am Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung. „Wir würden damit nächstes Jahr erreichen, was der Rest des Landes bis 2050 schaffen will“, meint dazu der Wirtschaftsreferent des Landratsamtes, Wolfgang Lorenz, in einem Pressegespräch. Außerdem:

Anlass zu der Hoffnung geben ihm die jüngst von den Netzbetreibern vorgelegten Daten für das Jahr 2013 – und die aktuellen Pläne für den Ausbau der Windkraft.

Da die erneuerbaren Energien nicht kontinuierlich Strom abgeben und nicht immer dann, wenn er gebraucht wird, bleibt die Autharkie jedoch Theorie.

Wie schnell der Ausbau der Erneuerbaren erfolgt ist, sieht man auch an diesen Zahlen: Lag ihr Anteil am Gesamtstromverbrauch im Landkreis im Jahr 2000 noch bei vier Prozent, so waren es 2013 schon 84 Prozent. Nächstes Jahr könnten es also sogar 100 Prozent sein.

Inzwischen stellte der Landkreis mit der Diplombiologin Barbara Ral aus Beelitz eine Klimaschutzmanagerin ein. In Sachen Windenergie verbreitet sie jedoch nicht viel Optimismus:

„Den Widerstand gegen Windparks im Wald kann ich verstehen“, erklärte Ral. Doch da seien alle Messen durch den Regionalplan gesungen.

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Über Andreas Trunschke

Ich habe Lehrer für Mathematik und Physik studiert, in der Mathematik und in der Geschichte der Naturwissenschaften geforscht. Ich war viele Jahre in der Politik, erst als Mitarbeiter, dann als Landtagsabgeordneter für die PDS bzw. DIE LINKE. Heute bin ich mit wie ich meine guten Gründen parteilos - aber noch immer links. Ich bin freiberuflich tätig und verdiene mein Geld mit Internetprojekten und anderen Angeboten rund um die digitale Welt.

Ein Gedanke zu „PM nächstes Jahr (theoretisch) stromautark?

  1. Plarre

    Im Interesse meiner körperlichen und geistigen Unversehrtheit lehne ich diese “autarke ” Versorgung meines Hauses ab und bestehe auf Versorgung aus konventionellen Kraftwerken, denn ich möchte bei keiner Tätigkeit des täglichen Lebens von Windstille und Stromausfall überrascht werden, es könnte traumatische Erinnerungen an die stromknappe Kriegs- und Nachkriegszeit herauf beschwören.

    Erst wenn Herr Lorenz neben den Windrädern auf seinem Revers, als sichtbares Zeichen seiner Interessen, auch ein Abzeichen eines realen, funktionstüchtigen, effizienten, wirtschaftlichen Speichers trägt, würde ich das Angebot einer autarken Versorgung überdenken.

    Waltraud Plarre

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