Archiv des Autors: plarresw

MAZ: Es sind mitnichten nutzlose Kiefernstangenwälder

MAZ 19.20.03.2016 Seite 11:
„Es sind mitnichten nutzlose Kiefernstangenwälder“
Volksinitiative „Rettet Brandenburg“ zu den Anliegen des aktuellen Volksbegehrens

Im MAZ-Beitrag „Studie: Größerer Abstand für Windanlagen nicht möglich“ vom 16. März auf Seite 1 wird über Gegenwind für Brandenburgs Windkraftkritiker berichtet. Nach Ansicht der Grünen gehe das Hauptanliegen des aktuellen Volksbegehrens ins Leere. Dazu schreibt Waltraud Plarre, 2. Sprecherin der Volksinitiative „Rettet Brandenburg“:

Absicht der Grünen-Fraktion ist es, dass Volksbegehren zu diskreditieren, weil wir unsinnige Forderungen hätten, so dass es unsinnig wäre, dafür eine Unterschrift zu leisten. Und: Die Volksinitiative kenne die Gesetze nicht und scheint damit nicht ausreichend informiert. Weiterlesen

Debatte im Brandenburger Landtag am 25.09.2015 zur Volksinitiative gegen Windräder

Kurze Zusammenfassung der Debatte im Brandenburger Landtag am 25.09.2015

Thema: Forderungen der Volksinitiative: 10 H Regelung für Abstände der WKA zu Wohnbebauungen und keine Windräder in die Wälder

Wie bereits berichtet, hat der Landtag ja unsere Volksinitiative abgelehnt. Unsere Aktivistin, Frau Plarre, hat dazu eine kurze Zusammenfassung der Beiträge geschrieben. Weiterlesen

Braunkohle- Kraftwerke (BK-KW) versus Windenergieanlagen (WEA)

von Wolfgang Rasim

1 Flächenverbrauch, Einflüsse auf Mensch und Natur, Nutzungsgrad

Deutschlands BK- Verstromung benötigte mit ihren Tagebauen seit jeher eine Fläche von insgesamt ca. 1.750 km2 und zwang damit über 100 000 Menschen zu einer häufig problematischen Umsiedlung. Durch Renaturierung wurde der größte Teil dieser Gebiete wieder nutzbar gemacht, so dass die „Betriebs-Fläche“ aller Tagebaue gegenwärtig, d. h. für einige Jahrzehnte, ca. 550 km2 beträgt /1/. Diese und zugehörige BK- KW mit instal­lierter Leistung von 21,2 GW ergeben eine Leistungsdichte von 38,5 MW/km2 . Wegen des relativ geringen Heizwertes von Braunkohle sind lange Transportwege unwirtschaftlich, so dass sie in Grubennähe verstromt wird. Anwohner werden in Abhängigkeit von der Entfernung durch Lärm- und Staubemissionen belästigt.

Von den „Umsiedlern“ sind jedoch mit Ausnahme eines verlorenen Heimatgefühls, welches in den nächsten Generationen keine Rolle mehr spielen dürfte, kaum Klagen zu hören. Die Bewohner des „abgebaggerten“ Dorfes Horno (jetzt Tagebau Jänschwalde) fanden auf Kosten des Energieversorgers wenige km entfernt in Forst/Lausitz in einer dörflichen Sied­lungs­struktur in komfortablen Häusern ein neues Zuhause. Dass demgegenüber tausende Arbeitnehmer dieser Region wegen weggebrochener Kohle- und Textilindustrie ihre Heimat ohne finanzielle Unterstützung für immer verlassen mussten, wird jedoch selten thematisiert. Weiterlesen