Grüsse von Frau Dr. Hendricks – Impressionen von der Energiewende 2050

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, sehr geehrte Damen und Herren, das Bundesumweltministerium hatte zum Thema „Naturverträgliche Energiewende 2050“ heute nach Berlin eingeladen und wir (Waltraud Plarre, Günter Rauhut und der Unterzeichner) waren da – zwischen ca. 150 Vertretern der Ministerial-Bürokratie, von Verbänden, der Industrie und der Lobby. Aus meiner Sicht/Akkreditierungsliste als einzige Vertreter von BI’s. In aller Kürze ein paar Eindrücke: – Die Bundesministerin, Frau Dr. Hendricks, war der Auffassung, dass die Abschaltung der KKW und Braunkohlekraftwerke „sehnsüchtig“ (!!!) erwartet werde und sich Naturschutz und Energiewende gegenseitig ausglichen. – Frau Prof. v. Haaren von der Uni Hannover vertrat in ihrem sonst sehr „systemkonformen“ Vortrag die Auffassung, dass bei WKA mit einer Leistung von bis zu 3 MW und einer Nabenhöhe von 122 Meteren ein Mindestabstand zur Wohnbebauungen von 1.778 Metern erforderlich wäre! Ansonsten ist sie der Meinung, dass Wind, Sonne, Biomasse (allerdings aus Abfällen) und Geothermie die Energiequellen der Zukunft seien. Kernfussion ziehe man nicht in Betracht. Dies betonte auch die Abteilungsleiterin für Naturschutz und nachhaltige Nutzung im BUMB, Frau Dr. Nickel auf meine Nachfrage. – In einer ansatzweise durchaus kontroversen Diskussion wurde betont, dass die Hauptproblematiken Wärmewende, Verkehrswende, Senkung des Energiebedarfes und Steigerung der Energieeffizenz nach wie vor auch politisch zu wenig Unterstützung erfahren. U.a. stellte Prof. Weiger (BUND) fest, dass derzeit kein politisches Interesse an einer Verkehrsverlagerung bestehe (gemeint war von der Straße in Richtung Schiene). – Als Zukunftsvisionen zu technischen Lösungen sah Herr Matthiesen von der E.ON u.a. Windenergiedrachen … In den übergebenen Papieren zur Tagung sind durchaus unterstützenswerte Ansätze, auch wenn die aus unserer Sicht bestehenden Probleme einer volatilen Energieerzeugung nicht gelöst werden. Siehe hierzu die „Fünf Punkte für eine naturverträgliche Energiewende 2050“ des BUMB und auch unsere Homepage mit der Presseinformation zur Studie der Uni Hannover zum Thema „Energiewende – naturverträglich möglich!“

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