Ehrenmitgliedschaften von Waldkleeblatt an BürgermeisterInnen

Bei einem Treffen im Rathaus der Spargelstadt Beelitz wurde heute (13.12.2016) an drei BürgermeisterInnen die Ehrenmitgliedschaft des Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V. verliehen. In der fünfjährigen Vereinsgeschichte erfolgte diese Ehrung erstmalig. Der Verein würdigt damit das Engagement der BürgermeisterInnen aus Werder/Havel, Borkheide und der Spargelstadt Beelitz für eine vernünftige Energiepolitik und gegen die Vernichtung von Wäldern. 161213-waldkleeblatt-vorn-bernhard-knuth-manuela-sass-andreas-kreibich-hinten-eveline-krolle-winfried-ludwigÜbereinstimmend erklärten die Geehrten, dass sie auch weiterhin den Schutz unserer Gesundheit und die Erhaltung unserer Umwelt unterstützen werden. Gleichzeitig forderten sie, die Planungshoheit und den Willen der Städte und Gemeinden zu wahren! Im Gebiet zwischen Kloster Lehnin, Werder/Bliesendorf, Borkwalde/Borkheide und der Spargelstadt Beelitz ist in insgesamt drei Windparks in Wäldern bzw. Landschafts-/Naturschutzgebieten die Errichtung von bis zu 50 Windkraftanlagen geplant bzw. teilweise schon genehmigt. ABER es könnte noch schlimmer kommen. In den vier geplanten Windparks um Kloster Lehnin (WEG 23), Werder/Bliesendorf/Ferch (WEG 24), Beelitz zwischen Fichtenwalde und Reesdorf (WEG 25) und südlich von Beelitz-Schönefeld (WEG 26) besteht die Gefahr, dass insgesamt ca. 200 WKA errichtet werde – davon im WEG 23 ca. 55 WKA, im WEG 24 ca. 45 WKA, im WEG 25 ca. 40 WKA und im WEG 26 ca. 60 WKA. Dafür müssten z.B. ca. 170.000 Bäume und eine Fläche von 140 Fußballfeldern vernichtet werden. Das wäre nicht nur tragisch für unsere Umwelt und Natur, sondern auch eine nicht hinnehmbare Gefährdung der Wohnbevölkerung u.a. durch Lärm/Infraschall und Waldbrände. Die heute Geehrten widerspiegeln die politische Vielfalt unserer Unterstützer. Von unabhängigen Wählerbündnissen, über die SPD bis zur CDU.

BM Andreas Kreibich / Borkheide (SPD) / Die nach Einwohnern kleinste Gemeinde in diesem Kreis unterstützt seit Jahren die Arbeit der örtlichen BI auch finanziell. Nunmehr beteiligt sich die Gemeinde auch am juristischen Widerspruch gegen die geplante Errichtung von Windkraftanlagen in der „Reesdorfer Heide“ durch die Firma juwi.

BM-in Manuela Saß / Werder a.d. Havel (CDU) / Werder unterstützt ebenso die Initiativen gegen die Errichtung weiterer Windräder. So wurde 2012/13 ein umfangreiches Artenschutzgutachten für das WEG 24 erstellt und der derzeit geltende Regionalplan bei der Abstimmung in der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming abgelehnt. Als BM-in hat Frau Saß hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der BI-Bliesendorf und nimmt (sofern es ihre Zeit erlaubt) an großen Veranstaltungen der BI, wie dem jährlichen Wandertag im Mai oder Jahresabschlusstreffen statt. Die Stadt Werder hat das gemeindliche Einvernehmen zu den Anträgen von UKA und Prokon zur Errichtung von WKA versagt.

BM Bernhard Knuth / Spargelstadt Beelitz (UKB/BB)/ Er ist ein erklärter Gegner der Errichtung von WKA auf dem Beelitzer Stadtgebiet und gehörte zu den Erstunterzeichnern des Volksbegehrens gegen Windräder im Wald und für größere Mindestabstände. Die Stadt Beelitz hat dieses Volksbegehren (als einzige Stadt im Bundesland Brandenburg) mit einer erheblichen Summe unterstützt. Mittlerweile ist die Stadt Teil eines breiten Bündnisses (Stadt, RECURA-Unternehmensgruppe und Waldkleeblatt) gegen Windkraftanlagen und geht auch juristisch gegen die derzeitigen Baugenehmigungen vor.

Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Spargelstadt Beelitz vom 29.11.2016 gegen WKA in Wäldern/Landschafts- und Naturschutzgebieten sowie Mindestabstand von 2.000 m zu jeglicher Wohnbebauung wurde ein weiterer politischer Appell an die Landesregierung gestartet, die Vernichtung von Umwelt und zu stoppen und Menschen durch größere Mindestabstände zu Windkraftanlagen zu schützen.

Bereits zwei Tage später wurde dies von der Kandidatin zur Bundestagswahl der CDU, Frau Dr. Ludwig (die ebenfalls an der Verleihung der Ehrenmitgliedschaften teilnahm) und der CDU-Fraktion Werders aufgegriffen. Dies ist ein politisch wichtiges Signal und ein guter Abschluss des Jahres 2016 für unseren Verein.

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